ALEXA, SIRI und mehr – SMART HOME

Noch morsen – oder schon ALEXA oder SIRI?

Morsen ist ebenso wie CB-Funk vorbei. Texteingabe am PC, Smartphone oder Tablet gehören zum Standard. Doch mehr und mehr wird jetzt gesprochen: Mit ALEXA, CORTANA, SIRI u.a.m. Da stehst du an der Kasse an und hinter dir fragt eine Stimme: „Wann fährt der Bus zum Bahnhof?“ Du drehst dich um und hörst die Antwort: „Dein Bus fährt um 11:20 Uhr“. Mmmmhh … Was das Handy alles kann.

Konversation …

… geht natürlich weiterhin auch anders. Aber immerhin! Besser als gar nichts und vor allem eine klare Antwort. Auch die richtige Antwort? Hättest du die richtige Antwort gewusst, der Kassierer? Zumindest könnte die Fragerin noch eine ‚Zweitmeinung‘ online einholen. Auch eine Form von Netz und doppeltem Boden.

SMART HOME – Stufe II: Sprachsteuerung ist das große neue Ding

  •  Fachleute dazu: Die Möglichkeiten sind zwar immens – aber man befindet sich noch am Anfang.
  • Also erst einmal persönlich testen – ohne Neuanschaffung. Denn dein PC/Laptop, Smartphone, Tablet haben Sprachsteuerung bereits eingebaut oder lassen sich mittels kostenfreier Apps aufrüsten.
  • So kannst du auch deine Sprech- und Sprachkompetenz in Ruhe testen und trainieren. (Auch die Diktiergeräte im Büro führten früher oft mehr zur Verzweiflung denn zur Erhellung.)
  • Gehe in Ruhe deinen Alltag durch. Funkschalter (auch mobile Versionen erhältlich)  sind vielleicht ebenso eine Lösung wie Bewegungsmelder. Und der fünfmalige Dreh im Jahr am Thermostat? Na ja. Die versprochene Einsparung einer Umstellung rechnet sich auch erst nach 12 Jahren? Okay.
  • Sehbehindert oder blind als Behinderung? Dann kann ich mir vorstellen, dass hier gute Kompensationsmöglichkeiten entstehen.
  • Zwei Wege sind auch nicht verkehrt: Schalter und Sprache.  So lassen sich jederzeit wichtige Dinge zuverlässig umsetzen.

Sprachsteuerung ist vielen schon lange vertraut. Beim Autofahren. Kommt vom Beifahrersitz: Bremsen!!! Fahr endlich schneller, park doch hier, … Schaltet sich automatisch ein, ausschalten aber oft schwierigst.


Tipps für Senioren

SPIEGEL-online Netzwelt

Dank an Hippy für den nachfolgenden Link:

Forum Sprachsteuerung


Videosprechstunde: Hallo Frau Doktor! Ich höre und sehe Sie!

Videosprechstunde:
Hallo Frau Doktor! Ich höre und sehe Sie!

Also doch wieder drei Stunden mühsam unterwegs? NEIN!

Du bist noch daheim? JA!

Hausbesuch etwa? NEIN!

Scherzkeks oder PC gehackt? NEIN!

Arzt und Patient gegenüber? Auge in Auge? JA!

So kann es sich entwickeln, wenn sich mehr und mehr aus unserer „Liga Alt – Behindert – Krank“ mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten  zu einer Videosprechstunde treffen könnten.

Videosprechstunde?
Quasi SKYPE med!

„Zeigen Sie mir doch bitte mal, wie die offene Stelle am Fuß sich macht.“ Gerne …

Nun aber der Reihe nach:

Videosprechstunde: So könnte telemedizinisch gestützte Betreuung von Patienten heute laufen:

Lange Anfahrtswege – oder nach einer Operation?
Die Videosprechstunde als sinnvolle Hilfe: Ärzte erläutern ihren Patienten dabei die weitere Therapie am Bildschirm oder begutachten den Heilungsprozess . So müssen Patienten nicht für jeden Termin in die Praxis kommen. Dabei ist die Organisation denkbar einfach: Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung: PC oder Laptop, Tablet, Smartphone. Eine zusätzliche Software ist für den Patienten nicht erforderlich.
Online-Videosprechstunden werden übrigens  seit 1. April 2017 von den Krankenkassen vergütet.

Technische und fachliche Anforderungen:

(insbesondere zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz)

  • Schriftliche Einwilligung des Patienten.
  • Die Videosprechstunde muss auf beiden Seiten in einem Raum stattfinden, der Privatsphäre bietet.
  • Die Videosprechstunde muss vertraulich und störungsfrei verlaufen – wie eine normale Sprechstunde auch. So darf die Videosprechstunde beispielsweise von niemandem aufgezeichnet werden, auch nicht vom Patienten.
  • Der Name des Patienten muss für den Arzt erkennbar sein.

PLUS-MINUS

Klar sollte auch für uns als Patienten sein:
Die Videosprechstunde darf kein Ersatz für persönliche ärztliche Leistung werden. Aber in vielen Fällen sicher eine gute und wichtige Ergänzung.

Warten wir die weitere Entwicklung ab.
Und: Einfach mal beim nächsten Arztbesuch oder in der Selbsthilfegruppe ansprechen oder in den sozialen Netzwerken diskutieren, Erfahrungen austauschen, Tipps geben.


Nachstehend ein Infoblatt der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) und weitere Links:

Patienteninformation_Videosprechstunde

Die Stimme aus Heilbronn dazu

Mein Arzt direkt


Drei schwere Portionen

Drei schwere Portionen

Kann das Leben spielend auftischen, muss aber nicht. Und oft wäre man froh, wenn man so eine Portion oder Komponente auch mal wieder los werden könnte. Doch viele können kaum eine davon wieder abschütteln oder ausreichend kompensieren.
Diese Komponenten sind:

Alter – Behinderung – Krankheit

Ich verwende dafür auch gerne ‚AL-BE-KRA‘

‚Ups‘ denkst du vielleicht, gab es so etwas nicht in der Schule? Klaro! ALGEBRA. Hatte auch etwas mit Unbekannten zu tun und ließ sich oft kaum lösen.

ALTER ist natürlich die Komponente des Lebens, an der niemand vorbei kommt. Da helfen keine Pillen, Pasten, Studios, Operationen und was auch immer. Früher oder später. Man kann aber einiges dafür tun, dass aus dem Früher ein Später wird. Und dafür ist es nie zu früh und selten zu spät.

Wenn dann eine Behinderung noch als weitere Komponente bereits dabei ist oder dazu kommt, zählt das nicht nur doppelt, sondern belastet oft mit einem deutlich höheren Faktor das Leben.

Krankheit noch als Zugabe obendrauf? Dann stimmt so mancher alte Spruch „Ein Unglück kommt selten allein – erst kein Glück und dann noch Pech …“

Schauen wir dazu einmal zu den Volkswirten hinüber. Warum nicht? Da gibt es das DreiKomponenten-Modell (DKM) für das öffentliche Rechnungswesen.

Es hat drei Bestandteile:

> Bilanz
> Ergebnis
>
Ressourcen

Nimm dir Zeit für die Bilanz. Aber hier nichts mit Euro und so. Statt dessen:
POSITIV ./. NEGATIV: Erfahrungen, Veränderungen, Erlebnisse, Begegnungen, Entfremdungen,  …

Und dein Ergebnis aus dieser Bilanz?
Nicht alles was in der Bilanz negativ erscheint muss auch im Ergebnis negativ sein: Der ungewollte Wechsel in die kleine Wohnung hatte den Effekt deutlich geringerer Ausgaben. Die umfangreichere Pflege ist zwar teuer, aber gesteigerte Lebensqualität. REHA durchgesetzt, aber …

Und dann noch der Blick auf die Ressourcen. Wie sieht es mit den Kräften, dem Allgemeinbefinden, den Finanzen aus? Weiter so? Kurskorrektur? Mehr Mut? Mehr Sicherheit?

Schau jetzt nicht auf andere und schon gar keine Vergleiche!

Auch wer in kleinen Portionen leben muss, kann schwere Portionen schaffen und verkraften. Was kannst du da von den Volkwirten lernen: Noch einmal alles durchgehen, manches ‚polieren‘ und vielleicht siehst du dann zumindest eine hoffnungsvolle Null.

Nicht dass kommt, was der nachfolgende Link zu einem Bericht des MDR aufgreift:

Altersarmut

Hallo Nachbarin!

Hallo Nachbarin,

„… schön, dass wir uns hier einmal begegnen.“

Diese Aussage war kürzlich in einem eher traurigen Bericht zu hören. Es ist dabei um die Evakuierung eines riesigen Wohnblocks gegangen. Die Frau wohnt dort seit Jahren mit ihrer Tochter. Nachbarn? Fehlanzeige. Und jetzt auf einmal im Bus, in der Notunterkunft …

Das hätte über die Jahre besser laufen können!

Anregungen, Beispiele, Impulse finden sich hier:

Bürgerinitiativen NRW

Und das hat nicht nur für NRW oder Wohnblocks Gültigkeit, sondern für stille Kleinstädte, Reihenhaussiedlungen, Millionenstädte, …

Dabei hilft dir https://nebenan.de/

Das ist Deutschlands größtes, soziales Netzwerk für Nachbarn. Ein Sozialunternehmen mit dem Ziel, Nachbarn miteinander in Kontakt zu bringen und so zu einer lebendigen, helfenden und sicheren Nachbarschaft beizutragen. Eine funktionierende Nachbarschaft kann Antwort und Hilfe bei etlichen unserer aktuellen, gesellschaftlichen Herausforderungen bieten. Und das nicht erst bei Notfällen, sondern tagtäglich.

Klick dich einfach einmal mit deiner Postleitzahl rein. Lebst du schon mitten in einer (zumindest digitalen) Nachbarschaft? Oder Fehlanzeige?

Dann könnte ja vielleicht ein Startversuch interessant sein. NEBENAN bietet dafür die Verteilung von Handzetteln an.
Kostenfrei und mit den Vorgaben ’nett, ehrlich, hilfsbereit‘.
Der Schlüssel dazu findet sich auf https://nebenan.de . Hier kann jeder umfassende Informationen zu allen Fragen und Möglichkeiten finden.

UND DANN:
+ Registrieren
+ Verifizieren
+ Loslegen.

Diese Schritte sind plausibel und notwendig. Wenn man an einer bislang unbekannten Wohnungstüre läutet, stellt man sich ja auch mit dem richtigen Namen vor und nicht mit ‚Harley48‘ oder so wie auf manch anderen Plattformen, ebay usw.

Und etwas Geduld und Unterstützung ist jetzt noch notwendig. Nachbarschaften werden ab ca. 50 Registrierungen freigeschaltet. Aber nach der Registrierung sieht man sich mit einer Markierung auf der Nachbarschaftskarte.“


Dazu das Buch >

Kleine Portionen – aber öfter …

Kleine Portionen – aber öfter …

So in etwa waren einmal Ernährungsratgeber aufgebaut.

Nur für unsere Liga ‚AL-BE-KRA‘ *) können die vielen kleinen Portionen aus den Küchen der Gesetz- und Verordnungsgeber ziemlich schlecht zu ‚verdauen‘ sein.
Denn: Wenn selbst die Fachleute zusammenfassend sagen: Die neuen Leistungs- und Verfahrensregelungen sind komplex. Und daher auf 30 Druckseiten lediglich ausgewählte Aspekte vorstellen können: na dann Mahlzeit!.

Seit 01.01.2018:

  • Allgemeiner Teil und Schwerbehindertenrecht werden zu
    Teil 1 und 3 im SGB IX-neu
  • Reform des Vertragsrechts der Eingliederungshilfe
  • Verbesserungen im Bereich Teilhabe am Arbeitsleben und im
    Gesamtplanverfahren in der Eingliederungshilfe (noch im SGB XII)

Beispiel Zeitleiste:

Es soll zwar künftig so etwas wie Turbo-Klärungen geben.
Aber bleiben wir erst einmal bodenständig beim lieben Geld.

Einkommen:
Seit 01.01.2017 gibt es für berufstätige Menschen mit Behinderung einen Einkommensfreibetrag. Er liegt bei 40% des Nettoeinkommens, darf aber nicht mehr als 65 % des Regelbedarfs (2017: 409 € für Alleinstehende)
betragen. Macht ~ 330 €. Ab 01.01.2020 ändert sich das Verfahren. Es gibt dann einen Einkommensfreibetrag, der jährlich angepasst wird.
Vermögen / Vermögensfreibetrag:
Seit 01.01.2017 sind das 27.600 € gegenüber vorher 2.600 €.
Ab 2020 (!!!)  wird dieser Betrag noch einmal auf rund 50.000 € angehoben. Dieser Betrag bezieht sich aber lediglich auf Personen, die nur Leistungen der Eingliederungshilfe in Anspruch nehmen und nicht gleichzeitig auf Leistungen zum Lebensunterhalt oder auf Hilfen zur Pflege angewiesen sind. Bei diesen Leistungen können andere und zum Teil deutlich niedrigere Grenzen gelten.
Nicht zum Vermögen zählen z. B. Altersvorsorge (Riester-Rente),  gespartes Geld zur Beschaffung oder Erhaltung eines angemessenen Hausgrundstücks oder einer Eigentumswohnung.

Da brauchen wir vermutlich keine Steueroasen. Sparstrumpf unterm Kopfkissen genügt und kostet keine Minuszinsen.

Doch was haben solche Zeitschienen mit dem wahren Leben zu tun?
„Mami, ich komme in die Schule und habe noch kein Fahrrad.“ – „Gibt es 2020.“
„Ohne Reha komme ich nicht mehr auf die Beine.“ – „Zwei Jahre musst du noch durchhalten.“
Dies Liste kannst du vielleicht mit deinen Erfahrungen verlängern.

Und es wird nicht einfacher:

Broschüre BAR

Mögliche Antworten darauf:
Antrag gestellt? – Bescheid zufriedenstellend? Okay!
Antrag gestellt? – Bescheid völlig daneben? Beratung, Widerspruch, Klage!


*) AL-BE-KRA > ALT-BEHINDERT-KRANK > Die Grenzen oder Übergänge sind oft fließend.

Direkt zum Buch

Retropie – Kino im Kopf

Retropie – Kino im Kopf

»Retropie« bezeichnet eine besondere Form der Utopie: man sucht das Heil in der super tollen (?) Vergangenheit: »Früher war alles besser«. Vielleicht auch nur bunter, lebendiger, interessanter. Wie auch immer.

Sobald die Jahresringe zunehmen, steigen wohl auch die gedanklichen Zugriffe auf frühere Zeiten: Schule, Ausbildung, Fahrten, Urlaube. Der Strauß ist groß und bunt – fast wie der Retro-Bully auf der Wiese. Diese Retropie tritt oft unerwartet wie eine Verknüpfung auf. Im Gespräch, beim Fernsehen, Zeitunglesen, … Sie lässt sich aber genauso herbeiführen. Fotoalbum, alte Kalender, Reiseführer, Suchen im Keller. Oder auch als ‚wärmendes Lichtlein‚ vor dem Einschlafen. Natürlich kann die Retropie leider auch manche grausame Fratze schlimmer Erlebnisse und Erfahrungen zeigen.

Utopie gefällig?

Und welche Form bitte? Eutopie – alles wird schön und gut, oder zumindest schöner und besser? Dystopie – es kommt noch schlimmer?

Da hilft vielleicht das ‚Kölsche Grundgesetz‚ weiter:

§1: Et es wie et es!

§2: Et kütt wie et kütt!

Tja, dem lässt sich wenig hinzufügen.

Retropie und Utopie kurzschließen?

Also so etwas wie ‚heute speichern‚ und morgen ‚abrufen‘. Oder heute ‚abrufen‚ was gestern, vorgestern war. Aber bitte schön:

NUR EU-. Kein DYS-.

Von Dys- haben wir in unserer ‚Liga AL-BE-KRA‘ *) wahrlich genug. Das hat auch nichts mit ’sich selbst belügen‘ zu tun. Eher mit Eigenhilfe, Selbstmotivation, Kräfte bündeln.

Schau dir einfach mal den gestrigen oder heutigen Tag an. Ein positiver Punkt? Ein klitzekleiner? Irgendein Pünktlein? Nix gibts nicht!

  • Nacht gestern – ganz schlimm; heute etwas besser. Fast keine Kopfschmerzen. Pflegedienst heute pünktlich.
  • Sitzplatz in der U-Bahn; Kollege hat mich abgeholt. Termin beim Arzt schon nächste Woche.

Gestern – heute – morgen:
also ‚Leben in kleinen Portionen‘

Nimm dir Bleistift und Zettel – oder die Notizseite auf dem Handy: Jetzt!
1, 2, 3, fertig. Geht doch :-))


*) AL-BE-KRA > ALT-BEHINDERT-KRANK > Die Grenzen oder Übergänge sind oft fließend.

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Fester Halt gesucht? Klammern oder Zwingen?

Fester Halt gesucht?

Viele suchen festen Halt, manche finden ihn. Gerade auch in schwierigen Lebenslagen. Das kann man nur jedem wünschen.

ABER hier geht es um die vermeintlich kleineren Probleme im Alltag. Und somit um die ärgerlichen – weil immer und immer wieder. Gerade für uns, die ‚Halbseitenen‘, ‚Unbeugsamen‘ und ‚Gefühllosen‘.

Die Decke rutscht ewig weg, die Zudecke ebenso; der Gehstock fällt regelmäßig um oder im Supermarkt aus dem Einkaufswagen?

Federklemme

Abhilfe 1 aus dem Baumarkt: Eine superpraktische Klemmzange, die es in vielen Größen gibt. Schlaufe, durchziehen fertig. ‚Hält‘ sich auch am Stock fest und baumelt dann unterwegs nicht. Diese Federzangen bieten sich ebenfalls zum Training der Hand- und Unterarmmuskulatur an.

CLIP

Abhilfe 2: Der Clip. Hält Planen, Decken, Zudecken, Wäsche, Handtücher, … Rechts unten siehst du die Halteplatten. Links oben Schnur durch, festbinden und fertig. Je mehr gezogen wird, desto fester packt er zu.

Abhilfe 3: Die Einhandzwinge.

Einhandzwinge

Ein kräftiges Teil aus der Abteilung Baumarkt vor Ort und ebenso im Internet. Ersetzt die gute alte Schraubzwinge. Damit kannst du vielfältige Dinge (außer Meissener Porzellan vielleicht) an Basteltisch, Schreibtisch, Küchenplatte, Bank usw. befestigen und bearbeiten. Also los du Bastler, Künstler, Monteur.

1, 2, 3 aufstehen? Wackelig? Wo ist der nächste Halt?
Vielleicht eine gute Abhilfe: Die Deckenstütze – und das ist kein Scherz! Sie lässt sich stufenlos ausfahren bis auf 3 – 4 Meter und mobil festspannen – ohne bohren und schrauben. Gedacht ist sie vor allem für denTrockenbau  (Lehrlingsersatz sozusagen). Zuhause kann sie aber vielfältige gute Festhaltefunktionen  erfüllen. Beim Aufstehen,  beim Festhalten, beim Umsteigen, bei gymnastischen Übungen. Aber Vorsicht: Rutschgefahr beachten und vorher die Druckpunkte oben und unten prüfen. Schnell umsetzbar – oder man schafft sich mehrere an.

Also es muss nicht immer neue Software sein. Auch bei der Hardware kann man fündig werden. Und manche Dinge lassen sich gut als Hilfsmittel im Alltag einsetzen.

Ohne Rezept und vor allem:
Preislich = kleine Portion.


Der Weg zum Buch

Morbide genug für upgrade?

Morbide genug für upgrade?

Eine blöde oder zu harte Frage? Einfach mal weiterlesen und staunen.

Upgrade: Klingt ja meistens gut. Vor allem, wenn es nichts extra kostet. 1. Klasse statt 2. Klasse oder Mittelklasse statt Kleinwagen. Warum nicht?

Nur hier geht es mehr um ‚upcoding‘.

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) ist hierzu das Stichwort: Als ‚morbid‘ gelten vor allem in der Medizin Personen, die (beständig) krank; todesnah, todgeweiht sind.

Klingt scheußlich, gruselig, vor allem für uns – die damit wohl gemeint waren.

Wer diesen Morbi-RSA angestoßen hat? Manche Krankenkassen! Dabei ging es angeblich um faire Wettbewerbsbedingungen. Krankenkassen werben zwar vehement neue Mitglieder. Diese sollten aber besser nicht allzu krank sein. Jedenfalls nicht zu lange. Und der Vergleich untereinander führte dann 2009 zum Morbi-RSA: Krankenkassen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von ‚teuren‘ Patienten können so einen Ausgleich dafür aus dem gemeinsamen Gesundheitsfonds erhalten. An sich mag dieser Denkansatz ja gut sein. Quasi wie Länderfinanzausgleich. Aber wie so oft im Leben kamen gleich die Schlaumeier und Nimmersatts: Wenn schon Patientin X. dauerhaft und schwer krank dann doch gleich mit den richtigen und ‚ertragreichen‘ Diagnose-Kennzeichen durch die behandelnde Ärztin. Das Szenario dazu:

  • Agentur bietet Krankenkassen Hilfe bei ‚Wertschöpfung‘ nach dem Morbi-RSA an.
  • Krankenkasse sieht bei einigen Ärzten einen gewissen ‚Fortbildungs- oder Unterstützungsbedarf‘ bei der Vergabe von Kennziffern.
  • Agentur meldet sich in der Praxis telefonisch oder mittels Besuch zwecks ‚upcodings‘.
  • Und das Triple wäre ggf.: Provision für Agentur + höhere Kassenleistung an Arzt + höhere Ausgabe der Krankenkasse. ABER: Da greift jetzt der Morbi-RSA und spült Ausgleichszahlungen in die eigene Kasse
  • … und mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft.

Die Links weiter unten geben dir hierzu tiefere Einblicke. Wir spüren in unserer Liga Alt-Behindert-Krank  davon wenig oder gar nichts.  Aber wenn schon ‚upcoding‘ dann wenigstens mehr Behandlungszeiten, mehr Therapie, bessere Versorgung. Denn nur undurchsichtige Mauscheleien und Geldgeschäfte – nein danke. Das belastet die Versichertengemeinschaft und zerstört Vertrauen.


Sozialversicherung-kompetent

DIE ZEIT

Abendblatt Hamburg

tagesschau.de/inland/krankenkassen-upcoding-101.html

Hintergründe aus DIE WELT

Bundesversicherungsamt


Ein Terrain, auf dem wir zwar als große Portion gelten sollten.
ABER: Falsche Stelle, falsche Welle.
Kennst du eigentlich deine ICD-Codes?
Einfach mal fragen oder hier googeln:

http://www.icd-code.de/suche/


Lieferservice – dein Einkaufskorb ist da!

Lieferservice
– dein Einkaufskorb ist da!

Nicht immer nur an PIZZA denken, wenn es um Lieferservice geht. Brötchen am Samstagmorgen, Getränkedienst, Tiefkühlkost, Winterkartoffel direkt vom Traktor, … Du kennst doch auch die vielfältigen Angebote von der frühen Neuzeit bis in die aktuelle Blüte des Onlinehandels. Für etliche unserer Liga „Alt-Behindert-Krank“ haben dabei Angebote für die Basisversorgung im beschwerlichen Alltag besondere Bedeutung erhalten.

Der Soziologe Alfred Fuhr dazu im HANDELSBLATT:  Der Online-Lebensmittelhandel bietet auch alten Menschen viele Vorteile. „Warum soll ich mich noch mit Lebensmitteltüten abschleppen, wenn ich mir das liefern lassen kann?“
Okay. Aber die Wahrheit wird auch hier irgendwo dazwischen liegen:

Also besser kein „Entweder oder“
sondern ein „Sowohl als auch“

Zuverlässigkeit / Ortsnähe

Mein erster Testlauf war ausgelöst worden durch eine große Supermarktkette. Jubiläum, Sonderangebote, Gutscheine für Lieferservice, …
Also Kundenkonto angelegt, Warenkorb gefüllt mit 3 Getränkekisten, diversen Leckereien, Reinigungsmitteln, … Bewusst verzichtet auf frisches Obst oder Gemüse, weil häufig in den Onlineportalen stark kritisiert. Passende Lieferzeit für den nächsten Samstag gewählt. Alles bestens. E-Mails hin und her: Danke, Bestätigung, gerne. Kurz vorher kommt noch eine SMS mit genauer Lieferzeit. Ich war fast gerührt. Dann Lieferwagen und freundlicher Fahrer. Aber nur große Papiertüte. Keine Getränkekisten, keine einzige Flasche! Entschuldigung – nichts mehr im Lager – rufen sie am besten Hotline an. SUPER-SCH…

Klar war jetzt auch: Solche Lieferungen kommen nicht von einem der ‚lebendigen‘ Supermärkte im Umkreis, sondern aus einem ‚anonymen‘ Zentrallager in nirgendwo.

Reservekanister? Immer gut!

Der Startlauf ging nur deshalb gut aus, weil wir noch genügend Reserve im Keller und Kühlschrank hatten. Die Nachbarn haben jedenfalls nicht schlecht gestaunt und gleich ihre Hilfe angeboten. Hotline? Bla, bla,.

Fazit

Okay. War vielleicht nur ein Ausrutscher. Aber einige Punkte haben sich doch eingeprägt:

  • Lebensmittel, die dir wichtig sind, wie Medikamente einstufen: Basisausstattung vorhalten. Erst neuer Vorrat – dann Reserve aufbrauchen.
  • Welcher Lieferservice bietet mein gewünschtes Sortiment? Auch ’schwere‘ Sachen dabei und Lieferung bis an die Wohnungstüre. Leergutrücknahme?
  • Mindestbestellwert erreichbar und Gebühren geprüft?
  • Liefertermin als verbindlicher Zeitraum oder irgendwann zwischen 3 und 4 Werktagen?

Übrigens: Unser Supermarkt bietet jetzt auch einen Zustelldienst an. Aufschlag geht in Ordnung. Anruf genügt. Und es gibt eine Ansprechpartnerin für den Fall des Falles – Auge in Auge. Service ist wohl wieder im Kommen. Danke Konkurrenz.

Links

https://www.simplora.de/

Oder einfach die Suchmaschine befragen:

http://lebensmittel lieferservice


Die größte allgemeine Verunsicherung

Die größte allgemeine Verunsicherung

kann man ganz einfach selbst auslösen:
Im Internet!

Der Weg ist ziemlich einfach und wird täglich tausendfach beschritten. Bewusst? Unbewusst? Fahrlässig oder gar vorsätzlich? Man nehme dazu ein Portal seiner Wahl und stelle via Intenet, facebook, twitter, … eine Frage wie:

„… Linkes Bein taub ab Knie. MS oder was anderes? …“  + „… Wie viel % bekommt man an Behinderung wegen psychischer Einschränkung? Meine Frau hat 30 % bekommen trotz Depression, Kopfschmerzen und Asthma.“ +  „Wie lange muss mein Rollstuhl halten?“ + „Probleme beim Füßewaschen in der Dusche.  Soll ich besser die Füße separat waschen?“ + „Erfahrungen mit X-Y-ormalin?“ + + +  …

Und schon gehts los!

Keine Antwort ist auch eine Antwort. Das kann im besten Fall passieren. 129 Kommentare aller Schattierungen sind da schon eher der schlimmste Fall.
Nicht nur, dass die Kommentare kreuz und quer laufen. Man weiß ja auch meistens gar nicht, wer kommentiert. Fachfrau, Erfahrene, Betroffener, Witzbold, Giftzwerg…

Wege Richtung Sicherheit

Ein Weg ohne ein solches Dilemma kann ganz nahe liegen: Behandelnder Arzt – Therapeutin – Apotheke – Bekannte in ähnlicher Lage …

Eine Antwort, zwei Antworten? Plausibel? Hilfreich? GUT! Zur Absicherung willst du noch den Internet-Joker setzen. Dann halt los. Aber am besten sehr konkret.

Ein anderer guter Weg könnte sein, dass man sich einige Internetadressen zusammenstellt, die zur eigenen Lebenssituation gut passen. Diese sollten gut und regelmäßig gepflegt sein.

http://www.silver-tipps.de/ein-leben-ohne-internet/

http://www.beta-institut.de/startseite.html

http://www.kobinet-nachrichten.org/

… sind nur drei Beispiele von vielen weiteren Organisationen und Fachanbietern.

Und dann gäbe es für die versierteren Nutzer der Sozialen Netzwerke kleinere geschlossene Gruppen. Selbst aufmachen? Nicht sehr schwierig und als ‚Administrator‘ auch zu moderieren. Hier lassen sich auch sehr persönliche Probleme ‚unter vier Augen‘ beschreiben oder sogar von Angesicht zu Angesicht besprechen.

Aber eines bleibt für uns sicher klar: Das Internet ist und bleibt eine Wissensdatenbank ersten Ranges. Und je enger und kleiner unsere Lebensräume durch Alter-Behinderung-Krankheit desto wertvoller können die vielfältigen Möglichkeiten werden.

Aber sicher!