heute.de_pp oder lieber Schna_App ?

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heute.de_pp oder lieber Schna_App ?

Nachrichtensendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Erste Meldung. Zwei Minuten: Interessant, neu. Und nun? Spannung auf mehr?! Aber mehr gibt es entweder auf einer App oder im Internet unter abc.de.

  • Jetzt heißt es entscheiden:
    + Weiter fernsehen = Standardlösung – ohne .de oder App
    + Smartphone oder Tablet anwerfen und App bzw. abc.de aufrufen
  • Apps & Co bedeuten dann: Fernsehen wann und wo du willst: Kurznachrichten + Video on Demand und Livestream + ein ‚innovatives‘ Nachrichtenformat +
    Beiträge mit Teilen-Funktionen +
    Swipe-Wechsel zwischen den Beiträgen +
    Bilderserien + Wetter + Eilmeldungen als Push-Nachrichten … UFF!

    Nun soll ja niemand süchtig werden, aber für unsere Liga ‚abk – alt-behindert-krank‘ haben Kommunikationsbrücken doch einen hohen Stellenwert. Ob zuhause, im Rollstuhl, in der Klinik.  Also kundig machen – oder sich guten Rat und Unterstützung holen.

Welchen Gerätepark nehmen?

Fernsehgerät in Reinform könnte allmählich eng werden. Auch in der topmodernen Variante mit richtigem WLAN. Schwierig vor allem mit Partner, Kind und mehr im Zimmer. Zum einen wegen noch mehr zipp zapp und selbst die Bedienung. Gewöhnungsbedürftig.

Aufrüstung – parallel: Also Smartphone. Der kleine Alleskönner. Eher unauffällig. Bildqualität für zwischendurch meist ausreichend. Zumal selbst im heutigen Fernsehen die wichtigen Bausteine über den Ton kommen. Kein Spaß: Schalte mal den Ton aus! Und jetzt nur Ton ohne Bild! Und ??? Alles klar? Kopfhörer für Frieden im Zimmer? Bluetooth und In-Ohr. Noch nicht gesehen? Aha. Wenig Kontakt mit Jugendlichen und nicht mehr unterwegs mit den Öffentlichen?

Oder doch Tablet? Kann halt nicht telefonieren oder Anrufe zumindest stumm signalisieren. Bildschirm dagegen 1a für den Handgebrauch.

Von wegen ‚Leben in kleinen Portionen‘. Aber auch diese Medaillen haben ihre zwei Seiten. Jede für sich. Nütze die Chancen und finde deinen Weg. Oder zumindest deinen Ausweg. Auf Smartphone und Tablet lassen sich in Ruhe schon mal wichtige Apps vorinstallieren. Dann genügt ein sanfter Druck mit dem Finger.

Es muss nun nicht gleich eine schriftliche ‚Mitbewohnervereinbarung‘ her. Aber gewisse Regularien, die herkömmliche Konventionen mit modernen Netzwerken verbinden, dürften hilfreich bis notwendig sein. Nicht dass jemand einschn_appt oder sich als .de_pp vorkommt.


Vielleicht auch interessant: Kürzlich fragte ich eine junge Nachbarin, ob ihr TV-Anschluss funktioniert. Den brauche sie an sich kaum noch, wichtiger wäre ihr die Erlaubnis, mein WLAN als Gast nützen zu dürfen. Der Grund: ihr abonnierter Streamingdienst

Und wieder neu und interessant:

Silver-Tipps September 2017


Was wählst du? Habilitation oder Re-Habilitation?

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Was wählst du?
Habilitation oder Re-Habilitation?

Für die Leserschaft dieses Blogs ist Rehabilitation bzw. REHA ein fester Begriff und oft mit persönlichen Erfahrungen gefüllt.
Habilitation ist dagegen etwas aus dem Alltag verschwunden und hat sich auch an Unis rar gemacht. Aber dennoch:

Artikel 26 der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­tion fordert

umfassende Habilitations- und Rehabilitationsdienste und Rehabilitationsprogramme zu organisieren, zu stärken und zu erweitern, insbesondere auf dem Gebiet der Gesundheit, der Beschäftigung, der Bildung und der Sozialdienste. Sicherlich kein Zufall, wenn die UN-Konvention Habilitation vor Rehabilitation setzt.

Bei der Habilitation arbeitet ein Profi, um Fähigkeiten zum ersten Mal einem Einzelnen beizubringen. Sie schafft somit Voraussetzungen für Menschen mit Behinderungen, damit diese ihre Freiheits- und Teilhaberechte auch ausüben können.

Bei der Rehabilitation versucht ein Therapeut  Fähigkeiten, Fertigkeiten, Empfindungen oder Wissen zurückzurufen.

Das Ziel ist jeweils gleich: Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, maximale Unabhängigkeit zu bewahren – oder wieder zu erreichen.

Habilitation für den Alltag

So in etwa könnte das Programm lauten, wenn durch Krankheit, Unfall, Alter Fähigkeiten oder Fertigkeiten weg sind, nicht mehr verfügbar. Bei einer Amputation wird die Notwendigkeit einer raschen Kompensation deutlicher als vielleicht beim Verlust des Gleichgewichts, des Hörvermögens, der Muskelkraft, der mentalen Belastbarkeit …

‚Sollte‘ zumindest obenan stehen. Ist aber in dieser reinen Begrifflichkeit nahezu unbekannt. Frage  Google & Co.: Keine therapeutische Praxis, keine Klinik, kein Trainingslager, kein Spezialkurs. Immer ‚drängt‘ die REHA-Schwester nach vorne. Wobei ein ‚RE‘ in frühere Lebensbereiche doch so oft ausgeschlossen bleiben wird.

Habilitation mit Assistenz

wäre da hilfreich und von der UN-Konvention auch gewollt. Viele Bildungseinrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche haben vergleichbare Programme zur Kompetenzgewinnung:

  • Lebenspraxis für den Alltag
  • Kommunikation
  • Sport, Reisen, Freizeit, Hobbies
  • Technische Hilfen
  • Berufliche Eingliederung

Für Erwachsene kann die Suche mühsam werden. Vereine? Volkshochschulen? Einzelstunden? Empfehlungen? Kostenübernahme? Fragen ohne Ende! Und für Erwachsene aus unserem Bereich oftmals unlösbar. Eigentlich schade, sehr schade!

Rund um diese Problematik ein interessanter Artikel:

Menschen mit Behinderung und ihre Kompetenz

 


Aha:  „In der Rehabilitation nach einer Amputation wird der Patient schrittweise an die Rückkehr in die Unabhängigkeit im Alltag herangeführt.“
(Aus dem Prospekt einer REHA-Klinik)


Fester Halt gesucht? Klammern oder Zwingen?

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Fester Halt gesucht?

Viele suchen festen Halt, manche finden ihn. Gerade auch in schwierigen Lebenslagen. Das kann man nur jedem wünschen.

ABER hier geht es um die vermeintlich kleineren Probleme im Alltag. Und somit um die ärgerlichen – weil immer und immer wieder. Gerade für uns, die ‚Halbseitenen‘, ‚Unbeugsamen‘ und ‚Gefühllosen‘.

Die Decke rutscht ewig weg, die Zudecke ebenso; der Gehstock fällt regelmäßig um oder im Supermarkt aus dem Einkaufswagen?

Federklemme

Abhilfe 1 aus dem Baumarkt: Eine superpraktische Klemmzange, die es in vielen Größen gibt. Schlaufe, durchziehen fertig. ‚Hält‘ sich auch am Stock fest und baumelt dann unterwegs nicht. Diese Federzangen bieten sich ebenfalls zum Training der Hand- und Unterarmmuskulatur an.

CLIP

Abhilfe 2: Der Clip. Hält Planen, Decken, Zudecken, Wäsche, Handtücher, … Rechts unten siehst du die Halteplatten. Links oben Schnur durch, festbinden und fertig. Je mehr gezogen wird, desto fester packt er zu.

Abhilfe 3: Die Einhandzwinge.

Einhandzwinge

Ein kräftiges Teil aus der Abteilung Baumarkt vor Ort und ebenso im Internet. Ersetzt die gute alte Schraubzwinge. Damit kannst du vielfältige Dinge (außer Meissener Porzellan vielleicht) an Basteltisch, Schreibtisch, Küchenplatte, Bank usw. befestigen und bearbeiten. Also los du Bastler, Künstler, Monteur.

1, 2, 3 aufstehen? Wackelig? Wo ist der nächste Halt?
Vielleicht eine gute Abhilfe: Die Deckenstütze – und das ist kein Scherz! Sie lässt sich stufenlos ausfahren bis auf 3 – 4 Meter und mobil festspannen – ohne bohren und schrauben. Gedacht ist sie vor allem für denTrockenbau  (Lehrlingsersatz sozusagen). Zuhause kann sie aber vielfältige gute Festhaltefunktionen  erfüllen. Beim Aufstehen,  beim Festhalten, beim Umsteigen, bei gymnastischen Übungen. Aber Vorsicht: Rutschgefahr beachten und vorher die Druckpunkte oben und unten prüfen. Schnell umsetzbar – oder man schafft sich mehrere an.

Also es muss nicht immer neue Software sein. Auch bei der Hardware kann man fündig werden. Und manche Dinge lassen sich gut als Hilfsmittel im Alltag einsetzen.

Ohne Rezept und vor allem:
Preislich = kleine Portion.

Erfahrungen, Tipps, Links dazu sind auf facebook, twitter oder über die Kommentarfunktion wie immer willkommen!


Der Weg zum Buch

SIRI ALEXA und mehr – SMART HOME 2017

Smart Home
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Noch morsen – oder schon SIRI und ALEXA?

Die Rückmeldungen zum letzten Thema „Smart Home – Hilfsmittel 2017 ?“ zeigen, wie viele von uns auch bei einem ‚Leben in kleinen Portionen‘ Ausschau nach neuen Hilfen im Alltag halten. Morsen ist ebenso wie CB-Funk vorbei. Texteingabe am PC, Smartphone oder Tablet gehört zum Standard. Doch mehr und mehr wird jetzt gesprochen: Mit ALEXA, CORTANA, SIRI u.a.m. Da stehst du an der Kasse an und hinter dir fragt eine Stimme: „Wann fährt der Bus zum Bahnhof?“ Du drehst dich um und hörst die Antwort: „Dein Bus fährt um 11:20 Uhr“. Mmmmhh … Was das Handy alles kann.

Konversation 2017 ?

… geht natürlich weiterhin anders. Aber immerhin! Besser als gar nichts und vor allem eine klare Antwort. Auch die richtige Antwort? Hättest du die richtige Antwort gewusst, der Kassierer? Zumindest könnte die Fragerin noch eine ‚Zweitmeinung‘ online einholen. Auch eine Form von Netz und doppeltem Boden.

SMART HOME – Stufe II: Sprachsteuerung ist das große neue Ding

  •  Fachleute dazu: Die Möglichkeiten sind zwar immens – aber man befindet sich noch am Anfang.
  • Also erst einmal persönlich testen – ohne Neuanschaffung. Denn dein PC/Laptop, Smartphone, Tablet haben „Sprachsteuerung“ bereits eingebaut oder lassen sich mittels kostenfreier Apps aufrüsten.
  • So kannst du auch deine Sprech- und Sprachkompetenz in Ruhe testen und trainieren. (Auch die Diktiergeräte im Büro führten früher oft mehr zur Verzweiflung denn zur Erhellung.)
  • Gehe in Ruhe deinen Alltag durch. Funkschalter (auch mobile Versionen erhältlich)  sind vielleicht ebenso eine Lösung wie Bewegungsmelder. Und der fünfmalige Dreh im Jahr am Thermostat? Na ja. Die versprochene Einsparung einer Umstellung rechnet sich auch erst nach 12 Jahren? Okay.
  • Sehbehindert oder blind als Behinderung? Dann kann ich mir vorstellen, dass hier gute Kompensationsmöglichkeiten entstehen.
  • Zwei Wege sind auch nicht verkehrt: Schalter und Sprache.  So lassen sich jederzeit wichtige Dinge zuverlässig umsetzen.

Sprachsteuerung ist vielen schon lange vertraut. Beim Autofahren. Kommt vom Beifahrersitz: Bremsen!!! Fahr endlich schneller, park doch hier, … Schaltet sich automatisch ein, ausschalten aber oft schwierigst.

 


Tipps für Senioren

SPIEGEL-online Netzwelt

Dank an Hippy für den nachfolgenden Link:

Forum Sprachsteuerung


Smart Home – Hilfsmittel 2017 ?

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Hilfsmittel 2017 ?

Das musste nach einem altersschwachen Akku endlich sein: Ein neues Smartphone. ‚Sicherungs-On-Leine‘ im Alltag. Empfehlung eines Kenners: unter der 150 Euro-Grenze mit Prepaidkarte. Nach 4 Wochen ist die Begeisterung immer noch groß. Ein tolles Teil. Und ein Knaller: Das Smartphone kann neben Fernbedienung für TV, Radio und CD-Player auch Taschenlampe, Sirene und …

Smart Home – Intelligentes Heim?

War das schon mein Einstieg  (Abteilung ‚Behindert-krank-alt‘) in die Liga Smart Home? Bitte nicht den Kopf schütteln, kein Quatsch! Stattdessen: Informieren oder beraten lassen und die passenden Hilfen für dich aussuchen!
Vielleicht ist das auch ein lohnendes Thema in der Gruppe – ob Familie, Freunde, bei facebook oder Therapeuten.

‚Durchstreife‘ DEINEN Alltag in deiner Umgebung!

Was geht schlecht oder gar nicht mehr?
Wer klingelt und steht vor der Türe? Wo ist schon wieder das Telefon oder die Fernbedienung? Ich kann den Rolladen nicht hochziehen! Ist das Licht aus? Ein Türschloss, bei dem man keine Schlüssel verlieren oder vergessen kann – und dennoch kann ich dem Pflegedienst, der Tochter, dem Nachbarn den Zugang gestatten?

Kaum zu glauben, für was es heute alles Lösungen gibt. Andere wählen sie vielleicht aus Bequemlichkeit. Für uns überwiegt die Notwendigkeit. Ob Gehbehinderung, Rollstuhl oder Pflegebett: Von einem Platz aus Telefon, Radio, Fernseher, Türsprechanlage, Licht, Heizung, … bedienen, ein- und ausschalten – und das alles mit einem Gerät? Geht! Über Zuruf? Selbst das geht!
Und über eine WLAN-Kamera (~ 60 €) könnte ich sogar jemandem gestatten einmal nachzuschauen, wie es mir geht und weshalb ich nicht ans Telefon gehe.

Couch-Potato?: Wird gestrichen! Als ‚Geschenk der Fürsorge‘ ist ein Bluetooth-Armband für Blutdruck- & Herzfrequenz-Messung im Anmarsch.

Grundausstattung für Smart Home?

Am Anfang war das … ? Smartphone oder Tablet? Am besten vermutlich beides! ABER: Bitte im gleichen Betriebssystem (OS) bleiben. Das hat viele Vorteile im täglichen Umgang. Von der Wahl hilfreicher Programme bis hin zu Synchronisierungen. Android oder Apple oder ?… hier gibt es Infos satt!

 


Hast du schon Erfahrungen?
Teile diese doch anderen mit!

Und: Probieren geht zwar über studieren, dennoch:

Machs dir leichter


http://www.kleine-portionen.de

 

Noch Versorgungsamt oder mehr Sorgenamt?!

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Versorgungsamt oder Sorgenamt?

Die Versorgungsämter / Versorgungsbehörden sind je nach Bundesland unterschiedlich strukturiert und benannt. Zu ihren  Aufgaben gehören u.a. die Schwerbehindertenangelegenheiten.

Diese Struktur führt aber zu deutlichen Schwankungen bei den Verfahrensweisen und Ergebnissen. Was in X-Land problemfrei durchgeht kann in Y-Land schwierig sein.

Wenig Lob – viel Kritik

Hallo, bei den Versorgungsämtern wird ja nur nach Aktenlage entschieden. Mittlerweile habe auch ich festgestellt, dass bei uns in xy schon höher entschieden wird um Widersprüchen aus dem Weg zu gehen. Also besser vorerst zufrieden sein. … Es ist immer ein Spagat. > Widerspruch … > Sozialgericht … > Urteil fraglich. …“
„Bei mir lief es über das Sozialgericht habe Freistaat Bayern Amt für Familie und Soziales verklagt. Kann jedem nur raten zu kämpfen.

Das sind nur zwei Beispiele aus einem Portal, auf dem sich Betroffene austauschen.

Ein Kernpunkt dabei sind die Bescheide nach Aktenlage, enge Bewertungsvorgaben und fast keine Berücksichtigung der persönlichen Gegebenheiten.

Natürlich mögen auch Personalknappheit und steigende Antragszahlen (= Hilferufe?) eine Rolle spielen. Aber das allein kann es nicht sein. Dahinter stehen wohl zusätzliche systemische Gründe.

Die AntragstellerInnen gehören überwiegend zu einer ’stark angeschlagenen‘ Bevölkerungsgruppe: Alt-behindert-krank.

Die Versuchung bei politischen Vorgaben Richtung Einsparung-Eindämmung  kann da schon leicht einmal an die persönliche Karriere denken lassen. Also erst prüfen, ob Ablehnung machbar. Widersprüche sind in der Regel ohne Erfolgsaussichten.
Viele, oder vielleicht sogar zu viele, Hilfesuchende stellen jetzt ihre Bemühungen ein. Anwaltskanzleien sowie Sozialverbände bieten als nächsten Schritt an: Klage beim Sozialgericht. Und fachkundiger juristischer Beistand wäre spätestens jetzt dringend zu empfehlen. Aber klar: Aufwand, Belastung, Kosten, Erfolgsaussichten …

Unten führt der Link ‚Statistik‘ zu den aktuellen Zahlen. Und spätestens dabei wird klar:

So kann es nicht weitergehen!
Für keinen Beteiligten!

Das sehen die Ministerien, Ämter, Verbände und Gerichte auch so. Güterichter und Mediatoren sind erste Schritte dabei.
Deine Erfahrungen,
deine Vorschläge, dein Kommentar?

 


Adressen der Versorgungsbehörden

Betanet Wegweiser

Sozialgericht bei youtube

(Sehenswert ist auch der darauffolgende Film.)

Sozialgerichte und Statistik

(Mit Zahlen zum Staunen!)

 


Einen guten Sommer-Schluss-VerLauf …

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Einen guten
Sommer-Schluss-VerLauf!

Und der hat nichts allein mit ‚Verkauf‘ oder ‚SALE‘ zu tun. Und dennoch: Um Reduzierung geht es auch. Eben ‚Leben in kleinen Portionen‘.

Gute Vorsätze mitten im August?

Wieso eigentlich nicht! Normalerweise werden diese ja an Neujahr gefasst – und anschließend vergessen. Nur in unserer Lebenslage ist eine häufigere Nachjustierung zumindest überlegenswert, wenn nicht unumgänglich. Was spricht für ein JETZT?
* Der Sommer klingt aus. und auch du wirst manches umstellen, wegräumen, austauschen, vorplanen.
* Es sprudeln in den Geschäften und im Online-Handel die Sonderangebote. Okay, die neue Ware kommt erst. Aber muss es die sein? Oder lieber mit einem Schnäppchen das Budget schonen für wichtigere Dinge?
* Musst du für die ‚dunkle Jahreszeit‘ Veränderungen in deiner Wohnung oder Umgebung vornehmen? Bewegungsmelder für Lampen? Zweites Telefon? Geländer? Fernbedienung für … Gerade hier macht die Technik rasante Fortschritte. Aktuelle Prospekte, Fachgeschäfte oder Internet helfen weiter. Wenn du damit deine Lebenqualität verbessern kannst – warum nicht! Warten? Worauf eigentlich? Blick zurück. Wie hat sich dein Lebensindex 2017 verändert? ⇑ ⇓ ?
* Umbauten, Einbauten, Hilfsmittel?  Jetzt sind noch Arbeiten planbar und machbar, die bei Kälte eher nicht mehr …
* Therapieplanung? Interessant sind die Urlaubswochen allemal. Vielen von uns sind Reisen zwar verwehrt. Aber so erfährt man immerhin (bei ausreichender) Stabilität arzt- oder therapiefreie Wochen. Und solche Pausen können auch anregend sein. Will ich etwas umstellen, etwas Neues ausprobieren?

Etliche interessante Impulse zu einem möglichen Sommer-Schluss-Verlauf geben auch die Bücher von Brené Brown.
Als erfolgreiche Powerfrau und Wissenschaftlerin  geht sie nach einem Zusammenbruch auf Spurensuche in Sachen Perfektionismus: Warum schämen wir uns so, wenn wir trotz größter Anstrengungen den an uns gestellten Anforderungen nie gerecht werden?

Mein Sommer-Schluss-Verlauf?  1x große blaue Tonne, 2x graue Tonne, ein Schrank weg. Bücherkiste gespendet. Zwei Handwerker haben für nächste Woche zugesagt.

Fertig? Fast 🙁


Weitere interessante Links (können auch Werbung enthalten):

Zeitblüten

Simplify


Die größte allgemeine Verunsicherung

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Die größte allgemeine Verunsicherung

kann man ganz einfach selbst auslösen:
Im Internet!

Der Weg ist ziemlich einfach und wird täglich tausendfach beschritten. Bewusst? Unbewusst? Fahrlässig oder gar vorsätzlich? Man nehme dazu ein Portal seiner Wahl und stelle via Intenet, facebook, twitter, … eine Frage wie:

„… Linkes Bein taub ab Knie. MS oder was anderes? …“  + „… Wie viel % bekommt man an Behinderung wegen psychischer Einschränkung? Meine Frau hat 30 % bekommen trotz Depression, Kopfschmerzen und Asthma.“ +  „Wie lange muss mein Rollstuhl halten?“ + „Probleme beim Füßewaschen in der Dusche.  Soll ich besser die Füße separat waschen?“ + „Erfahrungen mit X-Y-ormalin?“ + + +  …

Und schon gehts los!

Keine Antwort ist auch eine Antwort. Das kann im besten Fall passieren. 129 Kommentare aller Schattierungen sind da schon eher der schlimmste Fall.
Nicht nur, dass die Kommentare kreuz und quer laufen. Man weiß ja auch meistens gar nicht, wer kommentiert. Fachfrau, Erfahrene, Betroffener, Witzbold, Giftzwerg…

Wege Richtung Sicherheit

Ein Weg ohne ein solches Dilemma kann ganz nahe liegen: Behandelnder Arzt – Therapeutin – Apotheke – Bekannte in ähnlicher Lage …

Eine Antwort, zwei Antworten? Plausibel? Hilfreich? GUT! Zur Absicherung willst du noch den Internet-Joker setzen. Dann halt los. Aber am besten sehr konkret.

Ein anderer guter Weg könnte sein, dass man sich einige Internetadressen zusammenstellt, die zur eigenen Lebenssituation gut passen. Diese sollten gut und regelmäßig gepflegt sein.

http://www.silver-tipps.de/ein-leben-ohne-internet/

http://www.beta-institut.de/startseite.html

http://www.kobinet-nachrichten.org/

… sind nur drei Beispiele von vielen weiteren Organisationen und Fachanbietern.

Und dann gäbe es für die versierteren Nutzer der Sozialen Netzwerke kleinere geschlossene Gruppen. Selbst aufmachen? Nicht sehr schwierig und als ‚Administrator‘ auch zu moderieren. Hier lassen sich auch sehr persönliche Probleme ‚unter vier Augen‘ beschreiben oder sogar von Angesicht zu Angesicht besprechen.

Aber eines bleibt für uns sicher klar: Das Internet ist und bleibt eine Wissensdatenbank ersten Ranges. Und je enger und kleiner unsere Lebensräume durch Alter-Behinderung-Krankheit desto wertvoller können die vielfältigen Möglichkeiten werden.

Aber sicher!


Nachbarschaftshilfe – nur Einbahnstraße?

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Nachbarschaftshilfe – nur Einbahnstraße?

Über eine erfreuliche Entwicklung in vielen Regionen unseres Landes konnte ja auch schon im letzten Blog ‚Pflegegipfel‘ berichtet werden: Die Angebote für „Nachbarschaftshilfe“ nehmen zu. Nicht nur von der Zahl her, sondern auch von der Vielfalt der Angebote.

Immer nur Einbahnstraße?

Etliche von uns, die regelmäßig auf die Hilfe Dritter angewiesen sind, haben da oft auch einige Schwierigkeiten. Vor allem dann, wenn sie auf Angebote außerhalb der Familie oder engen Freunde zugreifen müssen:

Geht auch mal aktiv oder immer nur passiv?
Könnte ich auch etwas geben statt nehmen?
Anbieten oder suchen?

Viele von uns aus dem Bereich behindert-krank-alt drückt es ja schon sehr oft, dass man einfach nicht mehr so kann, wie man möchte. Auch wenn der Spruch „Herr Kann-Nicht wohnt gleich neben Herrn Will-Nicht durchaus eine gewisse Berechtigung haben kann. Aber dennoch …

Wege suchen – Wege finden

Fangen wir doch einmal bei unseren individuellen Noch-Möglichkeiten an:

  • Außer Haus ist schwierig oder unmöglich?
    Okay! Aber mit Hilfe oder Begleitperson?
    Dann wären vielleicht ein gemeinsamer  Konzertbesuch, eine kleine Zugfahrt o.ä. mögliche Angebote. Kannst du dir solche Einladungen leisten? Oder dann vielleicht ein Geschenkwunsch für Geburtstag, Weihnachten, …
    Beim Merkmal B im Schwerbehindertenausweis eröffnen sich noch weitere  Möglichkeiten.
    Auto fast nur noch in der Garage? Wenn das gute Stück jemand mitnutzen dürfte und dafür einmal, zweimal in der Woche eine gemeinsame Einkaufsfahrt mit Geh- und Tragehilfe vereinbart wird?
  • Was geht noch in den eigenen vier Wänden?
    Telefon? + Internet? + Kochen? + Basteln? + Reparieren? + Nachhilfe? + Beaufsichtigen eines Kindes / Hundes / … + Pflanzen versorgen im Urlaub / …

Kürzlich bin ich auf eine Suchanzeige gestoßen, in der jemand Unterstützung für Verkäufe nicht mehr benötigter Dinge über ebay&co gesucht hat. Die Anzeige war in A-reuth geschaltet, aber wohl von der Tochter aus der 400 km entfernten B-stadt.

Mach dich auf die Suche! Mach dein Angebot!

Blicke über den Zaun können dabei helfen:

Ein Blick nach Erlangen

Ein Blick nach Düsseldorf

Ein Blick in die Schweiz


Der Weg zum Buch

Pflegegipfel? Schlechte Aussichten!!

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Pflegegipfel – fast der Gipfel!

Die Diskussionen rund um Begleitung, Pflege, Betreuung laufen ziemlich hoch. So hoch, dass in Bayern die Gesundheitsministerin zu einem großen ‚Pflegegipfel‘ eingeladen hatte. Rund 400 ExpertInnen hatten bei dem Gipfel über die Zukunft der Pflege in drei Foren  diskutiert:
+ Pflegeversicherung, + häusliche Pflege, + Pflegekräfte.

Gipfel galten früher ja als Hoffnung für Beschlüsse, Vereinbarungen, Impulse und so. Heute sind es mehr die Pfeiferle am Dampfkochtopf: Erst einmal den Druck ablassen. Der Inhalt wird dadurch leider weder mehr, besser, würziger, …

Ergebnisse des Pflegegipfels  im Raster:

  • Deutsche Stiftung Patientenschutz: enttäuschend
    Nach den Thesen vor einem Jahr gab es hohe Erwartungen. Und jetzt: Ernüchterung:
    * nur „weichgespülte Ergebnisse“
    * kein Mut für  große Schritte nach vorn
    * Einrichtung von Seniorenämtern vor Ort passè?

Freiwillige als Rettungsboote?

Kürzlich ist mir ein Flyer aufgefallen: „Ehrenamtliche helfen – Begleitung – Einkaufen – Termine nach Absprache – ABER nicht …“
Tolle Sache. Das zeigt deutlich, wie das Thema mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist. Das große ABER ist in vielen solcher Fällen, was viele FREIWILLIGEN-Gruppen vom System her in sich tragen: Verfügbare Zeiten, Aufwand und Entschädigung, … Bei den Freiwilligen Feuerwehren, THW, Rettungsdiensten,  u.a.  hat man dieses Problem erkennen müssen und vielfache Abhilfe geschaffen.

Deshalb: Das Seniorenamt als professionelle Schaltstelle?!

Aus den Angeboten auf dem Pflege-, Gesundheits- und Beratungssektor müssten hier für betroffene oder angehörige Personen individuelle Hilfen /
passgenaue Angebote
in der Kommune/Region gesucht, gefunden, initiiert …

Aktiv helfen professionelle BeraterInnen durch den „Dschungel“ der Angebote und geben Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung. Ein Ziel ist dabei u.a. die Stabilisierung der häuslichen Pflegesituation. Ebenso wird über erforderliche ambulante, mobile, , teilstationäre und stationäre  Hilfen informiert.
Unterstützung erhalten solche Pläne auch von der Senioren-Union. Sie beklagt die Altersdiskriminierung in der Gesellschaft und fordert eigene Seniorenämter in den Kommunen: „Alte haben keine Lobby. In allen Kommunen gibt es Jugendämter, doch für Senioren in Not gibt es keine Anlaufstellen“. Aber es wird:

Beispiel Nürnberg

Stiftung Patientenschutz

Hilf mit, frag nach, stoß an.
Hier könnten wir alle eine große Portion Hilfe vertragen. Ob krank, behindert, alt.

Und als Zugabe ganz frisch aus der Presse:

BARMER Krankenhausreport 2017

Berlin (dpa)  – 19. Juli 2017, 11:15 Uhr
Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt bis Anfang 2020 in mehreren Schritten auf 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten. Eine entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) passierte das Bundeskabinett in Berlin.

Zum 1. Januar 2018 soll er auf 10,55 Euro (Westen) beziehungsweise 10,05 Euro (Osten) steigen. Wenn Privathaushalte als Arbeitgeber fungieren, gilt der Pflege-Mindestlohn nicht, sondern der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von deutschlandweit derzeit 8,84 pro Stunde.© dpa


Der Weg zum Buch

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