EX

EX

… im Sinne von Explosionsgefahr gilt noch nicht ganz.

EX im Sinne von ‚aus‘ schon eher.
Zumindest im Sinne von längerer P-aus-e.

Guter Vorsatz? Na ja. Aber vorsätzlich auf jeden Fall.

Gründe: Vielfältig. Hauptgrund: Unerfreuliche Nebenerscheinungen auf diversen Plattformen: „Warum erwähnst du diesen Verband – und nicht auch den?“ „Kennst du die TÜV-Vorschriften für diese Teile?“ „Steckt da Werbung für die Firma ‚xxx‘ dahinter?“ …

Daher zwischendurch danke an die vielen, vielen zufriedenen Leserinnen und Leser –

und vielleicht mal wieder gleiche Stelle, gleiche Welle?

 


 

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Macht hoch die Arm‘ …

Macht hoch die Arm‘ …

Klingt irgendwie nach …?  Nein, nicht Weihnachten. Lebkuchen oder Geschenk. Sondern für uns nach Therapie, REHA, Bewegung, Programm, …

Die Welle an Feiertagen, Glatteis, Schnee, Kälte, Dunkelheit und viele andere jahreszeitliche Komponenten brauchen vielleicht eine Verlegung der Aktivitäten. Von draußen nach drinnen, von outdoor nach indoor (klingt für unser Kinder und Enkel frischer).

Natürlich wissen wir alle, dass, wie und überhaupt. Und wir kennen auch alle Ausreden – und die inneren Schweinehunde bei den Vornamen.

Aber ein paar Tipps könnten ja …

hilfreich sein oder zum Weitergeben taugen:
YOUTUBE hat sich mittlerweile zu einem sehr vielschichtigen Kanal entwickelt. Dort findet man zahlreiche professionelle Bedienungs- und Reparaturanleitungen neben Backvorführungen oder spezifische Videos für Heimwerker. Ebenso natürlich die Flut von millionenfachen Trends, Filmen, Songs, Dokus usw.

Mittels entsprechender Zusatzprogramme (Add-ons) lassen sich diese Videos auch schnell und vielfach kostenfrei herunterladen und dauerhaft speichern.
Wenn du mehr in der Assistenzrolle bist: Die neueren Fernsehgeräte haben meist einen USB-Steckplatz. ALSO: Video auf einen USB-Stick laden, damit zu Mutti, Tante, Freund, Nachbarin. USB-Stick dort in den TV, kurze Einführung, Vorführung – und du bekommst den großen Beifall. So ein USB-Stick kostet nicht mehr viel. Und lieber zwei preiswerte mit geringerer Kapazität. Verlust und so. Wäre doch auch mal ein nettes Geschenk oder Mitbringsel.

Und bitte nicht gleich wieder abwegige Unterstellungen wie ‚Werbung für…‘ wenn ich nachstehend zwei Fundstellen zum Ausprobieren anbiete:

Gymnastik im Sitzen

… fast wie damals in der REHA. Rollstuhl – Stuhl – ohne Aufwand – täglich 1x?

Qicong – 18 Übungen

… nicht am Strand mit Meeresrauschen, dafür angenehme Atmosphäre und vielleicht öfter mal zum Start in den Tag …

Gute Hilfe: Du klickst auf die Seite und rechts daneben laden dich kleine Fenster zum Weitersuchen ein.

Jetzt aber ausprobieren, Ausreden finden ganz schwierig,
weiterempfehlen ganz leicht…


 

 

 


Kleine Portionen – aber öfter …

Kleine Portionen – aber öfter …

So in etwa waren einmal Ernährungsratgeber aufgebaut.

Nur für unsere Liga ‚AL-BE-KRA‘ *) können die vielen kleinen Portionen aus den Küchen der Gesetz- und Verordnungsgeber ziemlich schlecht zu verdauen sein. Wollte sagen: zu verstehen und zu verkraften.
Denn: Wenn selbst die Fachleute zusammenfassend sagen: Die neuen Leistungs- und Verfahrensregelungen sind komplex. Und daher auf 30 Druckseiten lediglich ausgewählte Aspekte vorstellen können: na dann Mahlzeit!.

Ab 01.01.2018:

  • Allgemeiner Teil und Schwerbehindertenrecht werden zu
    Teil 1 und 3 im SGB IX-neu
  • Reform des Vertragsrechts der Eingliederungshilfe
  • Verbesserungen im Bereich Teilhabe am Arbeitsleben und im
    Gesamtplanverfahren in der Eingliederungshilfe (noch im SGB XII)

Beispiel Zeitleiste:

Es soll zwar künftig so etwas wie Turbo-Klärungen geben.
Aber bleiben wir erst einmal bodenständig beim lieben Geld.

Einkommen:
Seit 01.01.2017 gibt es für berufstätige Menschen mit Behinderung einen Einkommensfreibetrag. Er liegt bei 40% des Nettoeinkommens, darf aber nicht mehr als 65 % des Regelbedarfs (2017: 409 € für Alleinstehende)
betragen. Macht ~ 330 €. Ab 01.01.2020 ändert sich das Verfahren. Es gibt dann einen Einkommensfreibetrag, der jährlich angepasst wird.
Vermögen / Vermögensfreibetrag:
Seit 01.01.2017 sind das 27.600 € gegenüber vorher 2.600 €.
Ab 2020 (!!!)  wird dieser Betrag noch einmal auf rund 50.000 € angehoben. Dieser Betrag bezieht sich aber lediglich auf Personen, die nur Leistungen der Eingliederungshilfe in Anspruch nehmen und nicht gleichzeitig
auf Leistungen zum Lebensunterhalt oder auf Hilfen zur Pflege angewiesen sind. Bei diesen Leistungen können andere und zum Teil deutlich niedrigere Grenzen gelten. Nicht zum Vermögen zählen z. B. Altersvorsorge (Riester-Rente),  gespartes Geld zur Beschaffung oder Erhaltung
eines angemessenen Hausgrundstücks oder einer Eigentumswohnung.

Da brauchen wir vermutlich keine Steueroasen. Sparstrumpf unterm Kopfkissen genügt und kostet keine Minuszinsen.

Doch was haben solche Zeitschienen mit dem wahren Leben zu tun?
„Mami, ich komme in die Schule und habe noch kein Fahrrad.“ – „Gibt es 2019.“
„Ohne Reha komme ich nicht mehr auf die Beine.“ – „Zwei Jahre musst du noch durchhalten.“
Dies Liste kannst du vielleicht mit deinen Erfahrungen verlängern.

Und es wird nicht einfacher:

Broschüre BAR

Mögliche Antworten darauf:
Antrag gestellt? – Bescheid zufriedenstellen? Okay!
Antrag gestellt? – Bescheid völlig daneben? Beratung, Widerspruch, Klage!

Weihnachten?
Schon alles unter Dach und Fach? Auch für die, die keinen Zugang zum Internet haben? Immobil sind? Dann denke doch einmal an einen sozialen Verein, Verband! Mit Zeitung und Rechtsberatung …
Migliedschaft quasi als Abo finanzieren.
Könnte ja schnell ein Glückslos‘ werden!

 


*) AL-BE-KRA > ALT-BEHINDERT-KRANK > Die Grenzen oder Übergänge sind oft fließend.

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Hallo Nachbarin!

Hallo Nachbarin,

„… schön, dass wir uns hier einmal begegnen.“

Diese Aussage war kürzlich in einem eher traurigen Bericht zu hören. Es ist dabei um die Evakuierung eines riesigen Wohnblocks gegangen. Die Frau wohnt dort seit Jahren mit ihrer Tochter. Nachbarn? Fehlanzeige. Und jetzt auf einmal im Bus, in der Notunterkunft …

Das hätte über die Jahre besser laufen können!

Anregungen, Beispiele, Impulse finden sich hier:

Bürgerinitiativen NRW

Und das hat nicht nur für NRW oder Wohnblocks Gültigkeit, sondern für stille Kleinstädte, Reihenhaussiedlungen, Millionenstädte, …

Dabei hilft dir nebenan.de

Das ist Deutschlands größtes, soziales Netzwerk für Nachbarn. Ein Sozialunternehmen mit dem Ziel, Nachbarn miteinander in Kontakt zu bringen und so zu einer lebendigen, helfenden und sicheren Nachbarschaft beizutragen. Eine funktionierende Nachbarschaft kann Antwort und Hilfe bei etlichen unserer aktuellen, gesellschaftlichen Herausforderungen bieten. Und das nicht erst bei Notfällen, sondern tagtäglich.

Klick dich einfach einmal mit deiner Postleitzahl rein. Lebst du schon mitten in einer (zumindest digitalen) Nachbarschaft? Oder Fehlanzeige?

Dann könnte ja vielleicht ein Startversuch interessant sein. NEBENAN bietet dafür die Verteilung von Handzetteln an. Wir wollen es zuerst mit dieser E-Mail-Aktion vor Ort versuchen:

„Alterlangen, Bruck, Frauenaurach ebenso dabei. Und unser Dechsendorf wirklich nur 0?
Sollte sich rasch ändern! Was bitte, wie bitte?
Der Weg zu einer lebendigen Nachbarschaft für jede und jeden: Ob ‚Ureinwohner‘ oder Neubürgerin.
Kostenfrei und mit den Vorgaben ’nett, ehrlich, hilfsbereit‘.
Der Schlüssel dazu findet sich auf https://nebenan.de . Hier kann jeder umfassende Informationen zu allen Fragen und Möglichkeiten finden.

UND DANN:
+ Registrieren
+ Verifizieren
+ Loslegen.

Diese Schritte sind plausibel und notwendig. Wenn man an einer bislang unbekannten Wohnungstüre läutet, stellt man sich ja auch mit dem richtigen Namen vor und nicht mit ‚Harley48‘ oder so wie auf manch anderen Plattformen, ebay usw.

Und etwas Geduld und Unterstützung ist jetzt noch notwendig. Nachbarschaften werden ab ca. 50 Registrierungen freigeschaltet. Aber nach der Registrierung sieht man sich mit einer Markierung auf der Nachbarschaftskarte.“

Dazu:    Beispiel Dormitz


Dazu das Buch >

Drei schwere Portionen

Drei schwere Portionen

Kann das Leben spielend auftischen, muss aber nicht. Und oft wäre man froh, wenn man so eine Portion oder Komponente auch mal wieder los werden könnte. Doch viele können kaum eine davon wieder abschütteln oder ausreichend kompensieren.
Diese Komponenten sind:

Alter – Behinderung – Krankheit

Ich verwende dafür auch gerne ‚AL-BE-KRA‘

‚Ups‘ denkst du vielleicht, gab es so etwas nicht in der Schule? Klaro! ALGEBRA. Hatte auch etwas mit Unbekannten zu tun und ließ sich oft kaum lösen.

ALTER ist natürlich die Komponente des Lebens, an der niemand vorbei kommt. Da helfen keine Pillen, Pasten, Studios, Operationen und was auch immer. Früher oder später. Man kann aber einiges dafür tun, dass aus dem Früher ein Später wird. Und dafür ist es nie zu früh und selten zu spät.

Wenn dann eine Behinderung noch als weitere Komponente bereits dabei ist oder dazu kommt, zählt das nicht nur doppelt, sondern belastet oft mit einem deutlich höheren Faktor das Leben.

Krankheit noch als Zugabe obendrauf? Dann stimmt so mancher alte Spruch „Ein Unglück kommt selten allein – erst kein Glück und dann noch Pech …“

Schauen wir dazu einmal zu den Volkswirten hinüber. Warum nicht? Da gibt es das DreiKomponenten-Modell (DKM) für das öffentliche Rechnungswesen.

Es hat drei Bestandteile:

> Bilanz
> Ergebnis
>
Ressourcen

Und jetzt zum Jahresende wäre Zeit für die Bilanz. Aber hier nichts mit Euro und so. Statt dessen:
POSITIV ./. NEGATIV: Erfahrungen, Veränderungen, Erlebnisse, Begegnungen, Entfremdungen,  …

Und dein Jahresergebnis aus dieser Bilanz? Nicht alles was in der Bilanz negativ erscheint muss auch im Jahresergebnis negativ sein: Der ungewollte Wechsel in die kleine Wohnung hatte den Effekt deutlich geringerer Ausgaben. Die umfangreichere Pflege ist zwar teuer, aber gesteigerte Lebensqualität. REHA durchgesetzt, aber …

Und dann noch der Blick auf die Ressourcen. Wie sieht es mit den Kräften, dem Allgemeinbefinden, den Finanzen aus? Weiter so? Kurskorrektur? Mehr Mut? Mehr Sicherheit?

Schau jetzt nicht auf andere und schon gar keine Vergleiche!

Auch wer in kleinen Portionen leben muss, kann schwere Portionen schaffen und verkraften. Was kannst du da von den Volkwirten lernen: Noch einmal alles durchgehen, manches ‚polieren‘ und vielleicht siehst du dann zumindest eine hoffnungsvolle Null.

Nicht dass kommt, was der nachfolgende Link zu einem Bericht des MDR aufgreift:

Altersarmut


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Retropie – Kino im Kopf

Retropie – Kino im Kopf

»Retropie« bezeichnet eine besondere Form der Utopie: man sucht das Heil in der super tollen (?) Vergangenheit: »Früher war alles besser«. Vielleicht auch nur bunter, lebendiger, interessanter. Wie auch immer.

Sobald die Jahresringe zunehmen, steigen wohl auch die gedanklichen Zugriffe auf frühere Zeiten: Schule, Ausbildung, Fahrten, Urlaube. Der Strauß ist groß und bunt – fast wie der Retro-Bully auf der Wiese. Diese Retropie tritt oft unerwartet wie eine Verknüpfung auf. Im Gespräch, beim Fernsehen, Zeitunglesen, … Sie lässt sich aber genauso herbeiführen. Fotoalbum, alte Kalender, Reiseführer, Suchen im Keller. Oder auch als ‚wärmendes Lichtlein‚ vor dem Einschlafen. Natürlich kann die Retropie leider auch manche grausame Fratze schlimmer Erlebnisse und Erfahrungen zeigen.

Utopie gefällig?

Und welche Form bitte? Eutopie – alles wird schön und gut, oder zumindest schöner und besser? Dystopie – es kommt noch schlimmer?

Da hilft vielleicht das ‚Kölsche Grundgesetz‚ weiter:

§1: Et es wie et es!

§2: Et kütt wie et kütt!

Tja, dem lässt sich wenig hinzufügen.

Retropie und Utopie kurzschließen?

Also so etwas wie ‚heute speichern‚ und morgen ‚abrufen‘. Oder heute ‚abrufen‚ was gestern, vorgestern war. Aber bitte schön:

NUR EU-. Kein DYS-.

Von Dys- haben wir in unserer ‚Liga AL-BE-KRA‘ *) wahrlich genug. Das hat auch nichts mit ’sich selbst belügen‘ zu tun. Eher mit Eigenhilfe, Selbstmotivation, Kräfte bündeln.

Schau dir einfach mal den gestrigen oder heutigen Tag an. Ein positiver Punkt? Ein klitzekleiner? Irgendein Pünktlein? Nix gibts nicht!

  • Nacht gestern – ganz schlimm; heute etwas besser. Fast keine Kopfschmerzen. Pflegedienst endlich mal pünktlich.
  • Sitzplatz in der U-Bahn; Kollege hat mich abgeholt. Termin beim Arzt schon nächste Woche.

Gestern – heute – morgen:
also ‚Leben in kleinen Portionen‘

statt ‚Letztes Jahr Bergwandern‘
und nächstes Jahr ‚Vielleicht mal Wohnmobil‘

Nimm dir den Bleistift und den Zettel – oder die Notizseite auf dem Handy: Jetzt!
1, 2, 3, fertig. Geht doch :-))

 


*) AL-BE-KRA > ALT-BEHINDERT-KRANK > Die Grenzen oder Übergänge sind oft fließend.

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Quartier Latin – oder besser Assistance?

Quartier Latin

… darüber gelesen, dort gewesen, im Film bewundert? Lebensart, einfach toll. Das war einmal. Aber nicht nur du und dein Leben haben sich verändert, auch das Viertel. Atme durch und lande in der Wirklichkeit. Andererseits erfährt der Begriff ‚Quartier‘ so etwas wie eine Wiederbelebung. Nicht mit festen Grenzen innerhalb der Stadt – eher so etwas wie eine angenehm überschaubare Nachbarschaft. Alles gut erreichbar, Vieles vorhanden. Lebenswerte sowie leistbare Faktoren und Eckwerte für alle – und unsere Liga Ar-Be-Kra.*)
Also ‚Leben in kleinen Portionen‘. Vielleicht würde  Quartier Assistance dazu besser passen?

Nordrhein-Westfalen hat ein Landesbüro Altengerechte Quartiere geschaffen. Nicht auf den Begriff ‚alt‘ so sehr schauen. Es sammeln sich unter den verschiedenen Rubriken viele tolle Initiativen, Ideen, Pfade und mehr.

http://www.aq-nrw.de/#

Und andere Länder, andere Angebote:

Beispiel Brandenburg

Der Blick auf die Landkarten ist eher ernüchternd. Warten? Worauf?
Anstoßen! Mitmachen!

  • Wie könnte so ein Quartier für dich vor Ort aussehen?
  • Medizinische Versorgung, Therapie, Pflege (ambulant, mobil, stationär)
  • Einkaufsmöglichkeiten, Lieferdienste
  • Beratungsdienste, Ansprechpartner
  • Nahverkehr, Fahrdienste
  • Nachbarschaftshilfe, Tausch, Ausleihe, Kleinreparaturen, …

Da kommt so einiges an Wünschen zusammen.
In vielen Kommunen, Bezirken, Regionen sind Beauftragte für Behinderte, Senioren usw. installiert und gute Ansprechpartnerinnen für uns Betroffene. Du spürst davon wenig?

Quartier gestalten

Ein Projekt, das sich lohnt! Partner suchen: Ob in der Nachbarschaft, Gemeinde, Verein: je näher und dichter, desto besser. Für Kirchengemeinden jeglicher Religion spricht dabei viel: Ethische Grundsätze, Vertrauen, offen für alle, passende Räumlichkeiten, Veranstaltungen, …

Warum nicht mal den ersten Schritt versuchen?
Die Jahreszeit passt doch irgendwie dazu!


*) AL-BE-KRA > ALT-BEHINDERT-KRANK > Die Grenzen oder Übergänge sind oft fließend.

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Terminsache: Pflege + Wohnen + Heim

Terminsache:
Pflege + Wohnen + Heim

Pflege braucht Druck! Von uns!

Die Situation im Pflegebereich soll verbessert werden – durch mehr Personal und bessere Ausstattung. Meldete die ARD am 30.10.2017 über die Koalitionsverhandlungen. Das klingt für unsere Liga AL-BE-KRA fast wie der alte Witz ‚Essen steht im Kochbuch auf Seite 43‘.
Der Weg zum Ziel ‚Gute Pflege‘ wird ein langer und steiniger sein und bleiben. Aber du kannst mithelfen: Nachstehend findest du den Link zu einem Musterbrief des Sozialverbands Deutschland. Herunterladen, anpassen, kürzen, ergänzen … Und ab an die Abgeordneten deiner Wahl. Per Post oder E-Mail oder

musterbrief_meine_pflege

Und hier geht es gleich zu den ‚passenden‘ Abgeordneten in den verschiedenen Parlamenten. Immer mal wieder einen Blick wert.
Dein Wahlkreis. Deine Partei.

Abgeordnetenwatch


 Wohnst du noch oder sitzt du schon?

Der BGH hat dazu entschieden: Wenn die Räume von vielen Menschen bewohnt werden, wenn der Alltag durch eine heimtypische Organisationsstruktur geprägt ist, wenn dort Pflegeleistungen oder Kontrollmaßnahmen notwendig sind – dann spricht das eindeutig für ein Heim. Werden … Senioren im betreuten Wohnen untergebracht, dann ist das eben kein Heim, sondern eine Wohnnutzung. (SZ 27.10.2017).

Also Mietvertrag oder Heimvertrag? Der Unterschied kann schnell viel größer sein, als es anfangs den Anschein hat. So gibt es im Heimvertrag den Heimbewohner als Verbraucher und den Heimbetreiber als Unternehmer.  Falls erforderlich: Angehörige oder Vorsorgebevollmächtigte sollten den Vertrag am besten nur mit dem Zusatz „in Vertretung“ unterschreiben. Andernfalls werden sie Vertragspartner gegenüber dem Heim. Finanzielle Forderungen des Heimes könnten dann nicht nur an den Pflegebedürftigen, sondern auch an den Angehörigen gestellt werden.
Und gibt es Klauseln, dass z.B. der Heimbetreiber bei zu großer Pflegebedürftigkeit kündigen kann?

Und wo darf ein Heim überhaupt sein?

Das wird bei den heutigen Bauland- und Mietpreisen mehr und mehr zur Streitfrage. Da kann z.B. schon einmal die Mitnutzung in einem Bürokomplex attraktiv sein. Für den Investor, den Betreiber des Heims, die Kommune, die Bevölkerung, …

Ein kurzer Blick in die Baunutzungsverordnung:
Hier werden die ganzen Gebiete aufgelistet und vor allem, was dort so gebaut und gemacht werden darf. Die Grenzen bei der zulässigen Nutzung sind fließend. Das führt häufig nicht nur zu juristischen Auseinandersetzungen, sondern auch zu kommunalpolitischen Deutungen. Ist in diesem Gebiet mit ’sanften‘ Gewerbebetrieben ein Pflegeheim zulässig? 

Baunutzungsverordnung


Zum passenden Buch

Wunschlos (un)glücklich?

Wunschlos (un)glücklich?

‚Ich will keine Schokolade, ich will lieber ein …‘

Die jährliche große Fragerunde läuft an. Weihnachtszeit, Fragezeit. Egal auf welcher Seite du stehst: Geberin oder Nehmerin. Und selbst Vorvereinbarungen mit Ehrenwort ‚wir schenken uns gar nichts‘ helfen ja nicht bei jeder und jedem.

ABER wem? was? was bitte nicht? ob der auch wieder? vorher? nachher? Standard oder ganz persönlich?

Kreislaufschwierigkeiten?

Viele aus unserer Liga AL-BE-KRA haben andere Sorgen und vermutlich sehr ernste Sorgen:
Pressemeldung vom 21.10.2017: „Die deutschen Haushalte wollen dieses Jahr im Schnitt 484 Euro für Weihnachten ausgeben, und zwar für Geschenke, Essen, Reisen und Unterhaltung. Die Unternehmensberatung Deloitte befragte repräsentativ 760 Haushalte hierzulande nach ihren Weihnachtsplänen.“ Na immerhin – 760 Haushalte?!. Und Spitzenreiter war – Schokolade. Aber Bargeld und Gutscheine auch ganz vorne. Vor wenigen Jahren hatte IBM mit dem Durchforsten des Internets durch seinen Super-Computer Watson die trendigsten Weihnachtsgeschenke ermittelt.Dabei sind viele Millionen Online-Einträge in sozialen Netzwerken,  Blogs, Foren, Ranglisten und Kritiken im Internet ausgewertet worden. So ergab sich eine Rangliste der beliebtesten Präsente, sortiert nach Kategorien.

Ich möchte hier mal Bargeld als Gutschein der EZB einstufen: Überall einlösbar. Und mit der Nummer drauf sogar ein echtes Unikat. Also ein richtiger Geldkreislauf: Eltern – Kinder – Onkel – Tante – Freundinnen – Besuche – … Wieviel hat der letztes Jahr? Wieviel kriegt die … KASSENSTURZ? Schwarze Null? Uff!

Klare Kante – du darfst!

Du darfst nicht nur, du solltest oder musst sogar andere Wege gehen.

  • Wünsche oder Geschenke mit sozialer Nähe
    Kaffeestunde, Essen – hier, dort; Fahrt zur Freundin im Wohnheim; gemeinsamer Kino-, Konzert-, Theaterbesuch; Tagesausflug mit dem Auto – Fahrerin ist zum Essen eingeladen;
  • Wünsche oder Geschenke als echte Hilfe
    1x Fensterputzen; Grabpflege im Frühjahr und Herbst, Hilfe bei der Zimmerrenovierung, Entsorgung oder Verkauf von endgültig Überflüssigem, 4x Großeinkauf mit Dauerkonserven, Getränken im Großmarkt, der auch kleine Packungen und Portionen führt, …

Das Leben ist kein Wunschkonzert …

… aber ein paar Wunschlieder dürfen schon sein.
Und in unserer Liga AL-Be-Kra immer wieder gerne. Und wenn kein Dritter die Melodie findet, dann halt du selbst:

  • Kleiner Notizzettel mit den Spalten gerne geben und gerne nehmen für Geldbeutel oder Handtasche. Gedanken und Ideen sofort aufnehmen.
  • Kann Begleiter durch das ganze Jahr sein: Geburtstage, Besuche, Ostern, Feste …

Schwerbehindert und Merkmal B im Ausweis?
Möglichkeiten nützen: Du könntest jemand in öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei mitnehmen oder dich mit jemandem verabreden. Überlegen – geben und nehmen und zwei freuen sich.


http://www.kleine-portionen.de

Morbide genug für upgrade?

Morbide genug für upgrade?

Eine blöde oder zu harte Frage? Einfach mal weiterlesen und staunen.

Upgrade: Klingt ja meistens gut. Vor allem, wenn es nichts extra kostet. 1. Klasse statt 2. Klasse oder Mittelklasse statt Kleinwagen. Warum nicht?

Nur hier geht es mehr um ‚upcoding‘.

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) ist hierzu das Stichwort: Als ‚morbid‘ gelten vor allem in der Medizin Personen, die (beständig) krank; todesnah, todgeweiht sind.

Klingt scheußlich, gruselig, vor allem für uns – die damit wohl gemeint waren.

Wer diesen Morbi-RSA angestoßen hat? Manche Krankenkassen! Dabei ging es angeblich um faire Wettbewerbsbedingungen. Krankenkassen werben zwar vehement neue Mitglieder. Diese sollten aber besser nicht allzu krank sein. Jedenfalls nicht zu lange. Und der Vergleich untereinander führte dann 2009 zum Morbi-RSA: Krankenkassen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von ‚teuren‘ Patienten können so einen Ausgleich dafür aus dem gemeinsamen Gesundheitsfonds erhalten. An sich mag dieser Denkansatz ja gut sein. Quasi wie Länderfinanzausgleich. Aber wie so oft im Leben kamen gleich die Schlaumeier und Nimmersatts: Wenn schon Patientin X. dauerhaft und schwer krank dann doch gleich mit den richtigen und ‚ertragreichen‘ Diagnose-Kennzeichen durch die behandelnde Ärztin. Das Szenario dazu:

  • Agentur bietet Krankenkassen Hilfe bei ‚Wertschöpfung‘ nach dem Morbi-RSA an.
  • Krankenkasse sieht bei einigen Ärzten einen gewissen ‚Fortbildungs- oder Unterstützungsbedarf‘ bei der Vergabe von Kennziffern.
  • Agentur meldet sich in der Praxis telefonisch oder mittels Besuch zwecks ‚upcodings‘.
  • Und das Triple wäre ggf.: Provision für Agentur + höhere Kassenleistung an Arzt + höhere Ausgabe der Krankenkasse. ABER: Da greift jetzt der Morbi-RSA und spült Ausgleichszahlungen in die eigene Kasse
  • … und mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft.

Die Links weiter unten geben dir hierzu tiefere Einblicke. Wir spüren in unserer Liga Alt-Behindert-Krank  davon wenig oder gar nichts.  Aber wenn schon ‚upcoding‘ dann wenigstens mehr Behandlungszeiten, mehr Therapie, bessere Versorgung. Denn nur undurchsichtige Mauscheleien und Geldgeschäfte – nein danke. Das belastet die Versichertengemeinschaft und zerstört Vertrauen.


Sozialversicherung-kompetent

DIE ZEIT

Abendblatt Hamburg

tagesschau.de/inland/krankenkassen-upcoding-101.html

Hintergründe aus DIE WELT

Bundesversicherungsamt


Ein Terrain, auf dem wir zwar als große Portion gelten sollten.
ABER: Falsche Stelle, falsche Welle.
Kennst du eigentlich deine ICD-Codes?
Einfach mal fragen oder hier googeln:

http://www.icd-code.de/suche/