Retropie – Kino im Kopf

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Retropie – Kino im Kopf

»Retropie« bezeichnet eine besondere Form der Utopie: man sucht das Heil in der super tollen (?) Vergangenheit: »Früher war alles besser«. Vielleicht auch nur bunter, lebendiger, interessanter. Wie auch immer.

Sobald die Jahresringe zunehmen, steigen wohl auch die gedanklichen Zugriffe auf frühere Zeiten: Schule, Ausbildung, Fahrten, Urlaube. Der Strauß ist groß und bunt – fast wie der Retro-Bully auf der Wiese. Diese Retropie tritt oft unerwartet wie eine Verknüpfung auf. Im Gespräch, beim Fernsehen, Zeitunglesen, … Sie lässt sich aber genauso herbeiführen. Fotoalbum, alte Kalender, Reiseführer, Suchen im Keller. Oder auch als ‚wärmendes Lichtlein‚ vor dem Einschlafen. Natürlich kann die Retropie leider auch manche grausame Fratze schlimmer Erlebnisse und Erfahrungen zeigen.

Utopie gefällig?

Und welche Form bitte? Eutopie – alles wird schön und gut, oder zumindest schöner und besser? Dystopie – es kommt noch schlimmer?

Da hilft vielleicht das ‚Kölsche Grundgesetz‚ weiter:

§1: Et es wie et es!

§2: Et kütt wie et kütt!

Tja, dem lässt sich wenig hinzufügen.

Retropie und Utopie kurzschließen?

Also so etwas wie ‚heute speichern‚ und morgen ‚abrufen‘. Oder heute ‚abrufen‚ was gestern, vorgestern war. Aber bitte schön:

NUR EU-. Kein DYS-.

Von Dys- haben wir in unserer ‚Liga AL-BE-KRA‘ *) wahrlich genug. Das hat auch nichts mit ’sich selbst belügen‘ zu tun. Eher mit Eigenhilfe, Selbstmotivation, Kräfte bündeln.

Schau dir einfach mal den gestrigen oder heutigen Tag an. Ein positiver Punkt? Ein klitzekleiner? Irgendein Pünktlein? Nix gibts nicht!

  • Nacht gestern – ganz schlimm; heute etwas besser. Fast keine Kopfschmerzen. Pflegedienst endlich mal pünktlich.
  • Sitzplatz in der U-Bahn; Kollege hat mich abgeholt. Termin beim Arzt schon nächste Woche.

Gestern – heute – morgen:
also ‚Leben in kleinen Portionen‘

statt ‚Letztes Jahr Bergwandern‘
und nächstes Jahr ‚Vielleicht mal Wohnmobil‘

Nimm dir den Bleistift und den Zettel – oder die Notizseite auf dem Handy: Jetzt!
1, 2, 3, fertig. Geht doch :-))

 


*) AL-BE-KRA > ALT-BEHINDERT-KRANK > Die Grenzen oder Übergänge sind oft fließend.

Direkt zum Buch

Quartier Latin – oder besser Assistance?

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Quartier Latin

… darüber gelesen, dort gewesen, im Film bewundert? Lebensart, einfach toll. Das war einmal. Aber nicht nur du und dein Leben haben sich verändert, auch das Viertel. Atme durch und lande in der Wirklichkeit. Andererseits erfährt der Begriff ‚Quartier‘ so etwas wie eine Wiederbelebung. Nicht mit festen Grenzen innerhalb der Stadt – eher so etwas wie eine angenehm überschaubare Nachbarschaft. Alles gut erreichbar, Vieles vorhanden. Lebenswerte sowie leistbare Faktoren und Eckwerte für alle – und unsere Liga Ar-Be-Kra.*)
Also ‚Leben in kleinen Portionen‘. Vielleicht würde  Quartier Assistance dazu besser passen?

Nordrhein-Westfalen hat ein Landesbüro Altengerechte Quartiere geschaffen. Nicht auf den Begriff ‚alt‘ so sehr schauen. Es sammeln sich unter den verschiedenen Rubriken viele tolle Initiativen, Ideen, Pfade und mehr.

http://www.aq-nrw.de/#

Und andere Länder, andere Angebote:

Beispiel Brandenburg

Der Blick auf die Landkarten ist eher ernüchternd. Warten? Worauf?
Anstoßen! Mitmachen!

  • Wie könnte so ein Quartier für dich vor Ort aussehen?
  • Medizinische Versorgung, Therapie, Pflege (ambulant, mobil, stationär)
  • Einkaufsmöglichkeiten, Lieferdienste
  • Beratungsdienste, Ansprechpartner
  • Nahverkehr, Fahrdienste
  • Nachbarschaftshilfe, Tausch, Ausleihe, Kleinreparaturen, …

Da kommt so einiges an Wünschen zusammen.
In vielen Kommunen, Bezirken, Regionen sind Beauftragte für Behinderte, Senioren usw. installiert und gute Ansprechpartnerinnen für uns Betroffene. Du spürst davon wenig?

Quartier gestalten

Ein Projekt, das sich lohnt! Partner suchen: Ob in der Nachbarschaft, Gemeinde, Verein: je näher und dichter, desto besser. Für Kirchengemeinden jeglicher Religion spricht dabei viel: Ethische Grundsätze, Vertrauen, offen für alle, passende Räumlichkeiten, Veranstaltungen, …

Warum nicht mal den ersten Schritt versuchen?
Die Jahreszeit passt doch irgendwie dazu!


*) AL-BE-KRA > ALT-BEHINDERT-KRANK > Die Grenzen oder Übergänge sind oft fließend.

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Terminsache: Pflege + Wohnen + Heim

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Terminsache:
Pflege + Wohnen + Heim

Pflege braucht Druck! Von uns!

Die Situation im Pflegebereich soll verbessert werden – durch mehr Personal und bessere Ausstattung. Meldete die ARD am 30.10.2017 über die Koalitionsverhandlungen. Das klingt für unsere Liga AL-BE-KRA fast wie der alte Witz ‚Essen steht im Kochbuch auf Seite 43‘.
Der Weg zum Ziel ‚Gute Pflege‘ wird ein langer und steiniger sein und bleiben. Aber du kannst mithelfen: Nachstehend findest du den Link zu einem Musterbrief des Sozialverbands Deutschland. Herunterladen, anpassen, kürzen, ergänzen … Und ab an die Abgeordneten deiner Wahl. Per Post oder E-Mail oder

musterbrief_meine_pflege

Und hier geht es gleich zu den ‚passenden‘ Abgeordneten in den verschiedenen Parlamenten. Immer mal wieder einen Blick wert.
Dein Wahlkreis. Deine Partei.

Abgeordnetenwatch


 Wohnst du noch oder sitzt du schon?

Der BGH hat dazu entschieden: Wenn die Räume von vielen Menschen bewohnt werden, wenn der Alltag durch eine heimtypische Organisationsstruktur geprägt ist, wenn dort Pflegeleistungen oder Kontrollmaßnahmen notwendig sind – dann spricht das eindeutig für ein Heim. Werden … Senioren im betreuten Wohnen untergebracht, dann ist das eben kein Heim, sondern eine Wohnnutzung. (SZ 27.10.2017).

Also Mietvertrag oder Heimvertrag? Der Unterschied kann schnell viel größer sein, als es anfangs den Anschein hat. So gibt es im Heimvertrag den Heimbewohner als Verbraucher und den Heimbetreiber als Unternehmer.  Falls erforderlich: Angehörige oder Vorsorgebevollmächtigte sollten den Vertrag am besten nur mit dem Zusatz „in Vertretung“ unterschreiben. Andernfalls werden sie Vertragspartner gegenüber dem Heim. Finanzielle Forderungen des Heimes könnten dann nicht nur an den Pflegebedürftigen, sondern auch an den Angehörigen gestellt werden.
Und gibt es Klauseln, dass z.B. der Heimbetreiber bei zu großer Pflegebedürftigkeit kündigen kann?

Und wo darf ein Heim überhaupt sein?

Das wird bei den heutigen Bauland- und Mietpreisen mehr und mehr zur Streitfrage. Da kann z.B. schon einmal die Mitnutzung in einem Bürokomplex attraktiv sein. Für den Investor, den Betreiber des Heims, die Kommune, die Bevölkerung, …

Ein kurzer Blick in die Baunutzungsverordnung:
Hier werden die ganzen Gebiete aufgelistet und vor allem, was dort so gebaut und gemacht werden darf. Die Grenzen bei der zulässigen Nutzung sind fließend. Das führt häufig nicht nur zu juristischen Auseinandersetzungen, sondern auch zu kommunalpolitischen Deutungen. Ist in diesem Gebiet mit ’sanften‘ Gewerbebetrieben ein Pflegeheim zulässig? 

Baunutzungsverordnung


Zum passenden Buch

Wunschlos (un)glücklich?

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Wunschlos (un)glücklich?

‚Ich will keine Schokolade, ich will lieber ein …‘

Die jährliche große Fragerunde läuft an. Weihnachtszeit, Fragezeit. Egal auf welcher Seite du stehst: Geberin oder Nehmerin. Und selbst Vorvereinbarungen mit Ehrenwort ‚wir schenken uns gar nichts‘ helfen ja nicht bei jeder und jedem.

ABER wem? was? was bitte nicht? ob der auch wieder? vorher? nachher? Standard oder ganz persönlich?

Kreislaufschwierigkeiten?

Viele aus unserer Liga AL-BE-KRA haben andere Sorgen und vermutlich sehr ernste Sorgen:
Pressemeldung vom 21.10.2017: „Die deutschen Haushalte wollen dieses Jahr im Schnitt 484 Euro für Weihnachten ausgeben, und zwar für Geschenke, Essen, Reisen und Unterhaltung. Die Unternehmensberatung Deloitte befragte repräsentativ 760 Haushalte hierzulande nach ihren Weihnachtsplänen.“ Na immerhin – 760 Haushalte?!. Und Spitzenreiter war – Schokolade. Aber Bargeld und Gutscheine auch ganz vorne. Vor wenigen Jahren hatte IBM mit dem Durchforsten des Internets durch seinen Super-Computer Watson die trendigsten Weihnachtsgeschenke ermittelt.Dabei sind viele Millionen Online-Einträge in sozialen Netzwerken,  Blogs, Foren, Ranglisten und Kritiken im Internet ausgewertet worden. So ergab sich eine Rangliste der beliebtesten Präsente, sortiert nach Kategorien.

Ich möchte hier mal Bargeld als Gutschein der EZB einstufen: Überall einlösbar. Und mit der Nummer drauf sogar ein echtes Unikat. Also ein richtiger Geldkreislauf: Eltern – Kinder – Onkel – Tante – Freundinnen – Besuche – … Wieviel hat der letztes Jahr? Wieviel kriegt die … KASSENSTURZ? Schwarze Null? Uff!

Klare Kante – du darfst!

Du darfst nicht nur, du solltest oder musst sogar andere Wege gehen.

  • Wünsche oder Geschenke mit sozialer Nähe
    Kaffeestunde, Essen – hier, dort; Fahrt zur Freundin im Wohnheim; gemeinsamer Kino-, Konzert-, Theaterbesuch; Tagesausflug mit dem Auto – Fahrerin ist zum Essen eingeladen;
  • Wünsche oder Geschenke als echte Hilfe
    1x Fensterputzen; Grabpflege im Frühjahr und Herbst, Hilfe bei der Zimmerrenovierung, Entsorgung oder Verkauf von endgültig Überflüssigem, 4x Großeinkauf mit Dauerkonserven, Getränken im Großmarkt, der auch kleine Packungen und Portionen führt, …

Das Leben ist kein Wunschkonzert …

… aber ein paar Wunschlieder dürfen schon sein.
Und in unserer Liga AL-Be-Kra immer wieder gerne. Und wenn kein Dritter die Melodie findet, dann halt du selbst:

  • Kleiner Notizzettel mit den Spalten gerne geben und gerne nehmen für Geldbeutel oder Handtasche. Gedanken und Ideen sofort aufnehmen.
  • Kann Begleiter durch das ganze Jahr sein: Geburtstage, Besuche, Ostern, Feste …

Schwerbehindert und Merkmal B im Ausweis?
Möglichkeiten nützen: Du könntest jemand in öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei mitnehmen oder dich mit jemandem verabreden. Überlegen – geben und nehmen und zwei freuen sich.


http://www.kleine-portionen.de

Morbide genug für upgrade?

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Morbide genug für upgrade?

Eine blöde oder zu harte Frage? Einfach mal weiterlesen und staunen.

Upgrade: Klingt ja meistens gut. Vor allem, wenn es nichts extra kostet. 1. Klasse statt 2. Klasse oder Mittelklasse statt Kleinwagen. Warum nicht?

Nur hier geht es mehr um ‚upcoding‘.

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) ist hierzu das Stichwort: Als ‚morbid‘ gelten vor allem in der Medizin Personen, die (beständig) krank; todesnah, todgeweiht sind.

Klingt scheußlich, gruselig, vor allem für uns – die damit wohl gemeint waren.

Wer diesen Morbi-RSA angestoßen hat? Manche Krankenkassen! Dabei ging es angeblich um faire Wettbewerbsbedingungen. Krankenkassen werben zwar vehement neue Mitglieder. Diese sollten aber besser nicht allzu krank sein. Jedenfalls nicht zu lange. Und der Vergleich untereinander führte dann 2009 zum Morbi-RSA: Krankenkassen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von ‚teuren‘ Patienten können so einen Ausgleich dafür aus dem gemeinsamen Gesundheitsfonds erhalten. An sich mag dieser Denkansatz ja gut sein. Quasi wie Länderfinanzausgleich. Aber wie so oft im Leben kamen gleich die Schlaumeier und Nimmersatts: Wenn schon Patientin X. dauerhaft und schwer krank dann doch gleich mit den richtigen und ‚ertragreichen‘ Diagnose-Kennzeichen durch die behandelnde Ärztin. Das Szenario dazu:

  • Agentur bietet Krankenkassen Hilfe bei ‚Wertschöpfung‘ nach dem Morbi-RSA an.
  • Krankenkasse sieht bei einigen Ärzten einen gewissen ‚Fortbildungs- oder Unterstützungsbedarf‘ bei der Vergabe von Kennziffern.
  • Agentur meldet sich in der Praxis telefonisch oder mittels Besuch zwecks ‚upcodings‘.
  • Und das Triple wäre ggf.: Provision für Agentur + höhere Kassenleistung an Arzt + höhere Ausgabe der Krankenkasse. ABER: Da greift jetzt der Morbi-RSA und spült Ausgleichszahlungen in die eigene Kasse
  • … und mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft.

Die Links weiter unten geben dir hierzu tiefere Einblicke. Wir spüren in unserer Liga Alt-Behindert-Krank  davon wenig oder gar nichts.  Aber wenn schon ‚upcoding‘ dann wenigstens mehr Behandlungszeiten, mehr Therapie, bessere Versorgung. Denn nur undurchsichtige Mauscheleien und Geldgeschäfte – nein danke. Das belastet die Versichertengemeinschaft und zerstört Vertrauen.


Sozialversicherung-kompetent

DIE ZEIT

Abendblatt Hamburg

tagesschau.de/inland/krankenkassen-upcoding-101.html

Hintergründe aus DIE WELT

Bundesversicherungsamt


Ein Terrain, auf dem wir zwar als große Portion gelten sollten.
ABER: Falsche Stelle, falsche Welle.
Kennst du eigentlich deine ICD-Codes?
Einfach mal fragen oder hier googeln:

http://www.icd-code.de/suche/


Lieferservice – dein Einkaufskorb ist da!

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Lieferservice
– dein Einkaufskorb ist da!

Nicht immer nur an PIZZA denken, wenn es um Lieferservice geht. Brötchen am Samstagmorgen, Getränkedienst, Tiefkühlkost, Winterkartoffel direkt vom Traktor, … Du kennst doch auch die vielfältigen Angebote von der frühen Neuzeit bis in die aktuelle Blüte des Onlinehandels. Für etliche unserer Liga „Alt-Behindert-Krank“ haben dabei Angebote für die Basisversorgung im beschwerlichen Alltag besondere Bedeutung erhalten.

Der Soziologe Alfred Fuhr dazu im HANDELSBLATT:  Der Online-Lebensmittelhandel bietet auch alten Menschen viele Vorteile. „Warum soll ich mich noch mit Lebensmitteltüten abschleppen, wenn ich mir das liefern lassen kann?“
Okay. Aber die Wahrheit wird auch hier irgendwo dazwischen liegen:

Also besser kein „Entweder oder“
sondern ein „Sowohl als auch“

Zuverlässigkeit / Ortsnähe

Mein erster Testlauf war ausgelöst worden durch eine große Supermarktkette. Jubiläum, Sonderangebote, Gutscheine für Lieferservice, …
Also Kundenkonto angelegt, Warenkorb gefüllt mit 3 Getränkekisten, diversen Leckereien, Reinigungsmitteln, … Bewusst verzichtet auf frisches Obst oder Gemüse, weil häufig in den Onlineportalen stark kritisiert. Passende Lieferzeit für den nächsten Samstag gewählt. Alles bestens. E-Mails hin und her: Danke, Bestätigung, gerne. Kurz vorher kommt noch eine SMS mit genauer Lieferzeit. Ich war fast gerührt. Dann Lieferwagen und freundlicher Fahrer. Aber nur große Papiertüte. Keine Getränkekisten, keine einzige Flasche! Entschuldigung – nichts mehr im Lager – rufen sie am besten Hotline an. SUPER-SCH…

Klar war jetzt auch: Solche Lieferungen kommen nicht von einem der ‚lebendigen‘ Supermärkte im Umkreis, sondern aus einem ‚anonymen‘ Zentrallager in nirgendwo.

Reservekanister? Immer gut!

Der Startlauf ging nur deshalb gut aus, weil wir noch genügend Reserve im Keller und Kühlschrank hatten. Die Nachbarn haben jedenfalls nicht schlecht gestaunt und gleich ihre Hilfe angeboten. Hotline? Bla, bla,.

Fazit

Okay. War vielleicht nur ein Ausrutscher. Aber einige Punkte haben sich doch eingeprägt:

  • Lebensmittel, die dir wichtig sind, wie Medikamente einstufen: Basisausstattung vorhalten. Erst neuer Vorrat – dann Reserve aufbrauchen.
  • Welcher Lieferservice bietet mein gewünschtes Sortiment? Auch ’schwere‘ Sachen dabei und Lieferung bis an die Wohnungstüre. Leergutrücknahme?
  • Mindestbestellwert erreichbar und Gebühren geprüft?
  • Liefertermin als verbindlicher Zeitraum oder irgendwann zwischen 3 und 4 Werktagen?

Übrigens: Unser Supermarkt bietet jetzt auch einen Zustelldienst an. Aufschlag geht in Ordnung. Anruf genügt. Und es gibt eine Ansprechpartnerin für den Fall des Falles – Auge in Auge. Service ist wohl wieder im Kommen. Danke Konkurrenz.

Links

https://www.simplora.de/

Oder einfach die Suchmaschine befragen:

http://lebensmittel lieferservice


Videosprechstunde: Hallo Frau Doktor! Ich höre und sehe Sie!

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Videosprechstunde:
Hallo Frau Doktor! Ich höre und sehe Sie!

  • Also doch wieder drei Stunden mühsam unterwegs? NEIN!
  • Du bist noch daheim? JA!
  • Hausbesuch etwa? NEIN!
  • Scherzkeks oder PC gehackt? NEIN!
  • Arzt und Patient gegenüber? Auge in Auge? JA!

So kann es sich entwickeln, wenn sich mehr und mehr aus unserer „Liga Alt – Behindert – Krank“ mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten  zu einer Videosprechstunde treffen könnten.

Videosprechstunde?
Quasi SKYPE med!

„Zeigen Sie mir doch bitte mal, wie die offene Stelle am Fuß sich macht.“ Gerne …

 

 

Nun aber der Reihe nach:

Videosprechstunde: So könnte telemedizinisch gestützte Betreuung von Patienten heute laufen:

Lange Anfahrtswege – oder nach einer Operation?
Die Videosprechstunde als sinnvolle Hilfe: Ärzte erläutern ihren Patienten dabei die weitere Therapie am Bildschirm oder begutachten den Heilungsprozess . So müssen Patienten nicht für jeden Termin in die Praxis kommen. Dabei ist die Organisation denkbar einfach: Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung: PC oder Laptop, Tablet, Smartphone. Eine zusätzliche Software ist für den Patienten nicht erforderlich.
Online-Videosprechstunden werden übrigens  seit 1. April 2017 von den Krankenkassen vergütet.

Technische und fachliche Anforderungen:

(insbesondere zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz)

  • Schriftliche Einwilligung des Patienten.
  • Die Videosprechstunde muss auf beiden Seiten in einem Raum stattfinden, der Privatsphäre bietet.
  • Die Videosprechstunde muss vertraulich und störungsfrei verlaufen – wie eine normale Sprechstunde auch. So darf die Videosprechstunde beispielsweise von niemandem aufgezeichnet werden, auch nicht vom Patienten.
  • Der Name des Patienten muss für den Arzt erkennbar sein.

PLUS-MINUS

Die Wogen hierüber gehen hoch. Vor allem in den Ärzteportalen und -zeitschriften. Einen guten Überblick dazu gibt das Niedersächsische Ärzteblatt 04/2017. Der Link zum Heft:

Videosprechstunde

Klar sollte auch für uns als Patienten sein:
Die Videosprechstunde darf kein Ersatz für persönliche ärztliche Leistung werden. Aber in vielen Fällen sicher eine gute und wichtige Ergänzung.

Warten wir die weitere Entwicklung ab.
Und: Einfach mal beim nächsten Arztbesuch oder in der Selbsthilfegruppe ansprechen oder in den sozialen Netzwerken diskutieren, Erfahrungen austauschen, Tipps geben.


Nachstehend ein Infoblatt der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) und weitere Links:

Patienteninformation_Videosprechstunde

Die Stimme aus Heilbronn dazu

Mein Arzt direkt


Bundestag – Leben in kleinen Fraktionen

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Bundestag – Leben in kleinen Fraktionen

Immer größer – und dennoch kleiner?

Mit 709 Abgeordneten ist der neue Bundestag zwar aufgegangen wie ein Hefeteig – aber: Von wegen Frauenquote, von wegen Altersdurchschnitt der Bevölkerung. Dafür aber mehr und somit auch kleinere Fraktionen. Und wie im echten ‚Leben in kleinen Portionen‘: Alles deutlich teurer – für uns alle!

Aha! Und jetzt?

Am Abend der Bundestagswahl waren die Berichte voll mit Hinweisen auf ‚Erdbeben‚ – wohl im Sinne von Masseverschiebungen. Aber bekanntlich hinkt jeder Vergleich. Und dieser besonders. Denn anders als bei den Naturgewalten waren hier eher ‚politische Ungewalten‘ die Ursachen. Jetzt bei den ‚Aufräumarbeiten‘ tauchen unter den Versäumnissen zarte Hinweise auf: Altersarmut, Pflegenotstand, soziale Lage bei geringem Einkommen oder langer Krankheit.

Übersehen? Vergessen?  Verdrängt? Unterdrückt? Nebengleis? 

Also neue Runde, vielleicht neues Glück?

Bitte nicht mit unserer Liga Alt-Behindert-Krank.
Noch mehr Unzufriedenheit und Spaltung braucht keiner! Und sollte sich auch kein Abgeordneter und keine demokratische Partei wünschen. Und da dürfte doch ein Blick auf die echten Erdbebengebiete hilfreich sein: Wo die Lehren aus solchen Ereignissen bei Bau oder Warnsystem korrekt und mit Priorität umgesetzt worden waren, blieben in der Folge die Opferzahlen und Schäden oftmals zumindest geringer.

Also neue Runde mit neuen Pflichten!

Da können wir alle ran. Druck aufbauen, Verbündete suchen und unterstützen. Schau dir dazu das Profil deiner Abgeordneten am Wohnort oder in der Region an. Wer ist neu dabei? Wer (gerade noch) wieder? Welcher Hintergrund? Welche Einbindungen in sozialen Organisationen, …?
Nütze auch die sozialen Netzwerke. Deine Probleme, deine Sorgen, deine Vorschläge, Hoffnungen, Erwartungen gewinnen so auch Öffentlichkeit.

Koalition, Fraktionszwang und mehr

Kurz vor Ende der letzten Legislaturperiode hatte es noch eine – vielleicht historische – Abstimmung gegeben: ‚Ehe für alle‘. Kein Fraktionszwang, auf einmal durften die Abgeordneten ihrem Gewissen folgen. Quasi Ausnahmeregel ???!!!

Dann bitte künftig mehr Gewissen und Ausnahmeregeln? Ein paar Themen aus unserer Ecke:

Gute Pflege für alle / Mindesteinkommen für alle / Keine Kinderarmut / keine Altersarmut / Inklusion / Barrierefreiheit / …

Es könnte ja durchaus sein, dass Abgeordnete den Menschen näher stehen als die Parteien! Toll!


https://embed.abgeordnetenwatch.de/

arte-dokumentation 08.08.2017


heute.de_pp oder lieber Schna_App ?

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heute.de_pp oder lieber Schna_App ?

Nachrichtensendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Erste Meldung. Zwei Minuten: Interessant, neu. Und nun? Spannung auf mehr?! Aber mehr gibt es entweder auf einer App oder im Internet unter abc.de.

  • Jetzt heißt es entscheiden:
    + Weiter fernsehen = Standardlösung – ohne .de oder App
    + Smartphone oder Tablet anwerfen und App bzw. abc.de aufrufen
  • Apps & Co bedeuten dann: Fernsehen wann und wo du willst: Kurznachrichten + Video on Demand und Livestream + ein ‚innovatives‘ Nachrichtenformat +
    Beiträge mit Teilen-Funktionen +
    Swipe-Wechsel zwischen den Beiträgen +
    Bilderserien + Wetter + Eilmeldungen als Push-Nachrichten … UFF!

    Nun soll ja niemand süchtig werden, aber für unsere Liga ‚abk – alt-behindert-krank‘ haben Kommunikationsbrücken doch einen hohen Stellenwert. Ob zuhause, im Rollstuhl, in der Klinik.  Also kundig machen – oder sich guten Rat und Unterstützung holen.

Welchen Gerätepark nehmen?

Fernsehgerät in Reinform könnte allmählich eng werden. Auch in der topmodernen Variante mit richtigem WLAN. Schwierig vor allem mit Partner, Kind und mehr im Zimmer. Zum einen wegen noch mehr zipp zapp und selbst die Bedienung. Gewöhnungsbedürftig.

Aufrüstung – parallel: Also Smartphone. Der kleine Alleskönner. Eher unauffällig. Bildqualität für zwischendurch meist ausreichend. Zumal selbst im heutigen Fernsehen die wichtigen Bausteine über den Ton kommen. Kein Spaß: Schalte mal den Ton aus! Und jetzt nur Ton ohne Bild! Und ??? Alles klar? Kopfhörer für Frieden im Zimmer? Bluetooth und In-Ohr. Noch nicht gesehen? Aha. Wenig Kontakt mit Jugendlichen und nicht mehr unterwegs mit den Öffentlichen?

Oder doch Tablet? Kann halt nicht telefonieren oder Anrufe zumindest stumm signalisieren. Bildschirm dagegen 1a für den Handgebrauch.

Von wegen ‚Leben in kleinen Portionen‘. Aber auch diese Medaillen haben ihre zwei Seiten. Jede für sich. Nütze die Chancen und finde deinen Weg. Oder zumindest deinen Ausweg. Auf Smartphone und Tablet lassen sich in Ruhe schon mal wichtige Apps vorinstallieren. Dann genügt ein sanfter Druck mit dem Finger.

Es muss nun nicht gleich eine schriftliche ‚Mitbewohnervereinbarung‘ her. Aber gewisse Regularien, die herkömmliche Konventionen mit modernen Netzwerken verbinden, dürften hilfreich bis notwendig sein. Nicht dass jemand einschn_appt oder sich als .de_pp vorkommt.


Vielleicht auch interessant: Kürzlich fragte ich eine junge Nachbarin, ob ihr TV-Anschluss funktioniert. Den brauche sie an sich kaum noch, wichtiger wäre ihr die Erlaubnis, mein WLAN als Gast nützen zu dürfen. Der Grund: ihr abonnierter Streamingdienst

Und wieder neu und interessant:

Silver-Tipps September 2017


Was wählst du? Habilitation oder Re-Habilitation?

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Was wählst du?
Habilitation oder Re-Habilitation?

Für die Leserschaft dieses Blogs ist Rehabilitation bzw. REHA ein fester Begriff und oft mit persönlichen Erfahrungen gefüllt.
Habilitation ist dagegen etwas aus dem Alltag verschwunden und hat sich auch an Unis rar gemacht. Aber dennoch:

Artikel 26 der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­tion fordert

umfassende Habilitations- und Rehabilitationsdienste und Rehabilitationsprogramme zu organisieren, zu stärken und zu erweitern, insbesondere auf dem Gebiet der Gesundheit, der Beschäftigung, der Bildung und der Sozialdienste. Sicherlich kein Zufall, wenn die UN-Konvention Habilitation vor Rehabilitation setzt.

Bei der Habilitation arbeitet ein Profi, um Fähigkeiten zum ersten Mal einem Einzelnen beizubringen. Sie schafft somit Voraussetzungen für Menschen mit Behinderungen, damit diese ihre Freiheits- und Teilhaberechte auch ausüben können.

Bei der Rehabilitation versucht ein Therapeut  Fähigkeiten, Fertigkeiten, Empfindungen oder Wissen zurückzurufen.

Das Ziel ist jeweils gleich: Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, maximale Unabhängigkeit zu bewahren – oder wieder zu erreichen.

Habilitation für den Alltag

So in etwa könnte das Programm lauten, wenn durch Krankheit, Unfall, Alter Fähigkeiten oder Fertigkeiten weg sind, nicht mehr verfügbar. Bei einer Amputation wird die Notwendigkeit einer raschen Kompensation deutlicher als vielleicht beim Verlust des Gleichgewichts, des Hörvermögens, der Muskelkraft, der mentalen Belastbarkeit …

‚Sollte‘ zumindest obenan stehen. Ist aber in dieser reinen Begrifflichkeit nahezu unbekannt. Frage  Google & Co.: Keine therapeutische Praxis, keine Klinik, kein Trainingslager, kein Spezialkurs. Immer ‚drängt‘ die REHA-Schwester nach vorne. Wobei ein ‚RE‘ in frühere Lebensbereiche doch so oft ausgeschlossen bleiben wird.

Habilitation mit Assistenz

wäre da hilfreich und von der UN-Konvention auch gewollt. Viele Bildungseinrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche haben vergleichbare Programme zur Kompetenzgewinnung:

  • Lebenspraxis für den Alltag
  • Kommunikation
  • Sport, Reisen, Freizeit, Hobbies
  • Technische Hilfen
  • Berufliche Eingliederung

Für Erwachsene kann die Suche mühsam werden. Vereine? Volkshochschulen? Einzelstunden? Empfehlungen? Kostenübernahme? Fragen ohne Ende! Und für Erwachsene aus unserem Bereich oftmals unlösbar. Eigentlich schade, sehr schade!

Rund um diese Problematik ein interessanter Artikel:

Menschen mit Behinderung und ihre Kompetenz

 


Aha:  „In der Rehabilitation nach einer Amputation wird der Patient schrittweise an die Rückkehr in die Unabhängigkeit im Alltag herangeführt.“
(Aus dem Prospekt einer REHA-Klinik)