Videosprechstunde: Hallo Frau Doktor! Ich höre und sehe Sie!

Videosprechstunde:
Hallo Frau Doktor! Ich höre und sehe Sie!

  • Also doch wieder drei Stunden mühsam unterwegs? NEIN!
  • Du bist noch daheim? JA!
  • Hausbesuch etwa? NEIN!
  • Scherzkeks oder PC gehackt? NEIN!
  • Arzt und Patient gegenüber? Auge in Auge? JA!

So kann es sich entwickeln, wenn sich mehr und mehr aus unserer „Liga Alt – Behindert – Krank“ mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten  zu einer Videosprechstunde treffen könnten.

Videosprechstunde?
Quasi SKYPE med!

„Zeigen Sie mir doch bitte mal, wie die offene Stelle am Fuß sich macht.“ Gerne …

 

 

Nun aber der Reihe nach:

Videosprechstunde: So könnte telemedizinisch gestützte Betreuung von Patienten heute laufen:

Lange Anfahrtswege – oder nach einer Operation?
Die Videosprechstunde als sinnvolle Hilfe: Ärzte erläutern ihren Patienten dabei die weitere Therapie am Bildschirm oder begutachten den Heilungsprozess . So müssen Patienten nicht für jeden Termin in die Praxis kommen. Dabei ist die Organisation denkbar einfach: Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung: PC oder Laptop, Tablet, Smartphone. Eine zusätzliche Software ist für den Patienten nicht erforderlich.
Online-Videosprechstunden werden übrigens  seit 1. April 2017 von den Krankenkassen vergütet.

Technische und fachliche Anforderungen:

(insbesondere zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz)

  • Schriftliche Einwilligung des Patienten.
  • Die Videosprechstunde muss auf beiden Seiten in einem Raum stattfinden, der Privatsphäre bietet.
  • Die Videosprechstunde muss vertraulich und störungsfrei verlaufen – wie eine normale Sprechstunde auch. So darf die Videosprechstunde beispielsweise von niemandem aufgezeichnet werden, auch nicht vom Patienten.
  • Der Name des Patienten muss für den Arzt erkennbar sein.

PLUS-MINUS

Die Wogen hierüber gehen hoch. Vor allem in den Ärzteportalen und -zeitschriften. Einen guten Überblick dazu gibt das Niedersächsische Ärzteblatt 04/2017. Der Link zum Heft:

Videosprechstunde

Klar sollte auch für uns als Patienten sein:
Die Videosprechstunde darf kein Ersatz für persönliche ärztliche Leistung werden. Aber in vielen Fällen sicher eine gute und wichtige Ergänzung.

Warten wir die weitere Entwicklung ab.
Und: Einfach mal beim nächsten Arztbesuch oder in der Selbsthilfegruppe ansprechen oder in den sozialen Netzwerken diskutieren, Erfahrungen austauschen, Tipps geben.


Nachstehend ein Infoblatt der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) und weitere Links:

Patienteninformation_Videosprechstunde

Die Stimme aus Heilbronn dazu

Mein Arzt direkt


Oktober 5, 2017

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